Bücherschau der Woche
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- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Wiglaf Droste
Nutzt gar nichts, es ist Liebe
Klappentext
In diesem Gedichtband stehen zarte Liebeserklärungen neben Kalauern und ätzenden Versen über allerhand peinliche Persönlichkeiten deutschen Gemeinwesens.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.08.2005
Mit gemischten Gefühle hat Rezensent Burkhard Müller diesen Band mit Gedichten von Wiglaf Droste gelesen. Die Gedichte aus den letzten zwanzig Jahren wiesen alle Vor- und Nachteile der mündlichen Improvisation zu später Stunde auf, befindet Müller, die am nächsten Morgen nach dem Erbarmen einer Aspirin-Tablette schreie. Zu den Nachteilen zählt er neben der penetranten Endreimerei vor allem die bei Altlinken typische "spät-gemütliche Fokussierung auf eine erotisch überhauchte Kulinarik". Gedichte, in denen das lyrische Ich aus dem Nabel der Geliebten Linsen speist, was nächtlichen Meteorismus nach sich zieht, sollten nach Ansicht Müllers besser privat bleiben. Und Reime wie "Von Krankenschwesternengeln, träumend vom Analfick. - / Die Landserscheiße läuft, frohlockte Heinz Konsalik" wertet er in mehrfacher Hinsicht als "unrein". Zur Freude Müllers bietet der Band auch einige gelungene Gedichte, etwa die Spottverse über den damaligen Kardinal Ratzinger. Im Allgemeinen scheinen ihm die Gedichte desto besser, je knapper sie ausfallen. Bei vielen Gedichten lobt er die guten Überschriften trefflich, welche die ausführenden Verse eigentlich als überflüssig erscheinen lassen. Insgesamt sieht er in dem Band den rheinischen Karneval walten: "Büttenreden, Endreimterror, angekündigte Pointen", resümiert der Rezensent, "es ist der seltene, aber klare Fall unfreiwilliger Selbstkritik".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







