Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hans-Olaf Henkel

Die Macht der Freiheit

Erinnerungen

Cover: Die Macht der Freiheit

Econ Verlag, München 2000
ISBN-10 3430155150
ISBN-13 9783430155151
Broschiert, 272 Seiten, 20,40 EUR

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Klappentext

Das enfant terrible der deutschen Industrie blickt auf sein Leben zurück: Eloquent, klar und schnörkellos erzählt Hans-Olaf Henkel, wie er seine beispielhafte nationale und internationale Karriere als Topmanager bei IBM meisterte, warum er es seit Jugendtagen gewohnt ist, gegen den Wind zu segeln, und was ihn veranlasst, sich immer wieder deutlich in die wirtschafts- und gesellschaftspolitische Diskussion einzumischen. Von vielen hoch geschätzt, von vielen gefürchtet ? ein Mann, der polarisiert, ein Unternehmer und Topmanager, der, auch wenn es um ihn selbst geht, kein Blatt vor den Mund nimmt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.02.2001

In Heribert Kleins Rezension überwiegt die Kritik. Zwar bescheinigt er dem früheren BDI-Präsidenten durchaus Aufrichtigkeit, die Fähigkeit zu klaren Worten und einen "kurzweiligen, pointierten Stil". Doch Klein vermisst beispielsweise eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Zunft, etwa dort, wo Henkel Parteien und Politiker angreift, das Verhalten von Industrieverbänden und Lobbyisten dagegen nicht hinterfragt. Auch die Anmerkungen Henkels über seine familiäre Herkunft und seine "exzentrische Mutter" hätten für den Geschmack des Rezensenten durchaus ein wenig diskreter ausfallen können, allerdings räumt er ein, dass durch diese Schilderungen sehr wohl deutlich wird, wieso Henkel so wurde wie er ist bzw. wie er sich selbst sieht: als einen Einzelgänger. Insgesamt bescheinigt Klein dem Autor eine klare und "übersichtliche" Weltsicht, mit langem Abwägen von Theorien und Anschauungen halte sich Henkel nicht übermäßig auf. Gerade dadurch jedoch zeige das Buch bisweilen eine Tendenz zum "Populistischen".

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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 18.10.2000

Ganz im Stil eines fröhlichen Linken, der stolz ist, dass sich bei ihm bis heute keine Selbstzweifel oder andere Symptome von Intelligenz manifestierten, bespricht Wiglaf Droste die Memoiren des Unternehmerfunktionärs. Für ihn ist klar, dass Henkel mit diesem Buch nur ein Ziel verfolgen kann: sich als Politiker zu empfehlen, wo er doch als BDI-Präsident abdanken musste. Seine kulturellen Interessen mag Droste Henkel nicht abnehmen und nennt ihn einen `Querdenkerposeur` und `unüberbietbar selbstgefällig`. Oder spricht er da über sich selbst?

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren