Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Thomas Rosenlöcher

Wie ich in Ludwig Richters Brautzug verschwand

Zwei Dresdner Erzählungen

Cover: Wie ich in Ludwig Richters Brautzug verschwand

Insel Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN-10 3458192662
ISBN-13 9783458192664
Gebunden, 70 Seiten, 10,80 EUR

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Klappentext

Im Jahr 2003 wurde in Dresden der 200. Geburtstag des Malers Ludwig Richter mit einem großen Stadtfest begangen. Berühmte Bilder Richters, darunter sein "Brautzug im Frühling", wurden von Dresdner Bürgern nachgestellt. Bei Thomas Rosenlöcher verschwimmt diese touristische Realität mit den Wunschvorstellungen seines dresden- und auch sonst verliebten erzählerischen Alter ego zu einer phantastisch-satirischen Liebeserklärung an die Elbmetropole oder an das, was sie sein könnte. - Auch die zweite Erzählung, "Sandsteindresden", ist ein Versuch, die weltweite Liebe zu Dresden zu erklären. Während sich der Erzähler auf der "Brühlschen Touristenterrasse" im Anklang an ehemaliges Mangelverhalten die Biere im Dreierpack kommen lässt, denkt er darüber nach, aus Dresden wegzugehen, denn "wer als Dresdner in der Welt etwas werden will, muss rechtzeitig die Stadt verlassen".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.07.2005

"Zauberhaft" findet Andreas Platthaus diesen Band mit zwei Erzählungen, in denen der Dresdner Autor Thomas Rosenlöcher seiner Heimatstadt nicht nur eine melancholische Hommage widmet, sondern eine überdies geistvolle, wie Platthaus schwärmt. Ort und Zeit der ersten Erzählung ist das Elbhangfest des Jahres 2003, auf dem die Dresdner sich und ihre Stadt feiern, und ein Dichter namens Thomas gerät mitten hinein in den "Brautzug im Frühling". "Erfrischend witzig" und "unangestrengt komisch" sei diese Erzählung, versichert Platthaus, während die zweite "Sandsteindresden" eher essayistisch-sarkastisch daherkomme, und auch bei Lesern, die nicht von geburt aus in Liebe zu Dresden versinken, ihre Magie entfalte.

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