Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Klappentext
Aus dem Russischen übersetzt von Anna-Maria Braungardt. Mit Illustrationen von Wolf Erlbruch. Genja Pirapletschikow, der ohne Vater aufwächst und wegen seines Namens häufig verspottet wird, weiß wenig vom Glück. Erst, als die Nachbarskinder sein Talent entdecken, Tiere und Flugzeuge aus Papier zu basteln, wird Genja zum Baumeister und die Papierwunder werden zum gemeinsamen Spielzeug. Sechs Geschichten über kleine und große Momente, die ein Kinderleben erschüttern oder beglücken können.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.09.2005
Die Rezensentin Sonja Zekri findet, dass diese Kindergeschichten der bekannten russischen Autorin Ljudmila Ulitzkaja einen hohen Nostalgiefaktor haben - aber das muss ihrer Meinung nach "kein Nachteil sein". Auch wenn die Geschichten den materiellen Notstand der Nachkriegsgeneration reflektieren, liege doch gleichzeitig "ein goldener Schimmer über den Seiten". Die Geschichten sind "einfach, aber nie simpel" und liefern nach Meinung der Rezensentin einen stimmigen "Gegenentwurf zum heutigen Russland"
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.07.2005
Rezensentin Maria Frise ist begeistert von dieser "bibliophilen Kostbarkeit". Nicht nur die sechs "einfachen, fast parabelhaften" Kindergeschichten der russischen Autorin haben es ihr angetan, und sie durch "ihre Nüchternheit und leise Ironie, ihre Sanftheit" sehr berühren. Die "spröden Imaginationen" von Wolf Erlbruchs großflächigen Rötelzeichnungen, ihr "karger, treffender Strich" arbeiten aus ihrer Sicht die Atmosphäre der Erzählungen auf "vollendete Weise" heraus. Alle Geschichten haben, wie uns die Rezensentin versichert, ein glückliches Ende. Auch wenn es sich bei den Erwachsenen oft um vom Leben gebeutelte Menschen handele, sei die Kindheit trotzdem kein "Jammertal". Denn mit ihren Erzählungen hat uns die Autorin ein paar "unverwechselbare Kindergestalten" geschenkt, versichert Frise. Ulitzkaja, die die Rezensentin zu den besten zeitgenössischen Autoren Russlands zählt ("Tschechow, aber auch Nabokov könnten ihre Verwandten sein") überzeugt sie besonders durch warmherzige Zuneigung zu ihren Figuren und eine "unzerstörbare Hoffnung auf eine bessere Zukunft".
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08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen


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