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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ibrahim Aslan

Die Spatzen vom Nil

Roman aus Ägypten

Cover: Die Spatzen vom Nil

Lenos Verlag, Basel 2005
ISBN-10 3857873604
ISBN-13 9783857873607
Gebunden, 171 Seiten, 18,00 EUR

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Klappentext

Mit einem Nachwort von Hartmut Fähndrich. Aus dem Arabischen von Doris Kilias. Schauplatz der Spatzen vom Nil ist wie in Ibrahim Aslans Roman "Der Ibis" das lebendige Kairoer Stadtviertel Imbâba. Mit Sympathie und burleskem Humor, der oft ins Tragische kippt, erzählt Aslan die Geschichte einer vom Land in die Metropole übergesiedelten Großfamilie.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.06.2005

"Die Spatzen vom Nil" sei ein kleiner Roman, meint Stefan Weidner, der Großes leiste: er erzählt auf beiläufige Weise vom Leben in einer kleinen Gasse im Kairoer Stadtteil Imbaba. Sein Verfasser, der ägyptische Schriftsteller Ibrahim Aslan, wisse sich zurückzunehmen, schreibt Weidner angetan, zugunsten seiner Chronistenfunktion, zugunsten seiner Charaktere und Figuren, die alle über eine "hochgradig selektive" Wahrnehmung verfügten. Zeitlich ist der Roman in der Zeit der Regentschaft Nassers angesiedelt, spielt also zwischen 1952 und 1970, berichtet der Rezensent und bemerkt, dass Aslans beiläufiger Stil nicht viel über die konkreten zeithistorischen Hintergründe verrät. Dem entspreche auch die Aufhebung des linearen Erzählprinzips, wie es die westliche Literatur verwende. Weidner findet den traditionellen Mikrokosmos einer ägyptischen Gasse und ihrer Bewohner, in deren Mittelpunkt sich die Großmutter als heimliche Erzählerin und Drahtzieherin befindet, in einem "großen, nicht weiter unterteilten Erzähl-Raum" denn auch am besten aufgehoben. Für Aslans dialoghaltige Passagen, die teilweise im Dialekt verfasst sind, habe die Übersetzerin Doris Kilias einen ausgezeichneten Mittelweg gefunden, den Dialekt anzudeuten, ohne ihn plump nachzuahmen, lobt Weidner die insgesamt "vortreffliche Übertragung" aus dem Arabischen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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