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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Felix Philipp Ingold

Im Namen des Autors

Arbeiten für die Kunst und Literatur

Cover: Im Namen des Autors

Wilhelm Fink Verlag, München 2005
ISBN-10 3770539842
ISBN-13 9783770539840
Kartoniert, 404 Seiten, 32,90 EUR

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Klappentext

Zehn Arbeiten zur literarischen und künstlerischen Kultur des 20. Jahrhunderts - Aufsätze, Vorträge, essayistische Notate - legt Felix Philipp Ingold hier erstmals in Buchform vor. Unter wechselnden Gesichtspunkten wird ein weiter Themen- und Problemkreis eröffnet, der Autoren wie Rainer Maria Rilke, Boris Pasternak oder Elias Canetti in den Blick rückt und auf immer überraschende Weise die Frage nach dem literarischen Verstehen und dem literarischen Übersetzen zur Diskussion stellt. Gefragt wird auch nach den vorsprachlichen Entstehungsbedingungen des Gedichts, nach der Funktion und Bedeutung des Autornamens, nach dem Verhältnis der schönen Literatur zur Tierwelt sowie nach der prekären Wechselbeziehung zwischen Werk und Biographie. Weitere Beiträge sind der Dingästhetik der Moderne, der Bild- und Wortkunst des Kubofuturismus und der lettristischen Spracharbeit von Andre Thomkins gewidmet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.05.2005

Beeindruckt scheint Rezensent Christoph König von Felix Philipp Ingolds Essays über den künstlerischen Schaffensprozess. In einer recht hermetischen Besprechung widmet er sich ausführlich Ingolds Suche nach dem "Individuellen an der Autorschaft". Zur Erklärung führt er einen Satz Mandelstams an, den auch Ingold zitiert: "Noch ist kein einziges Wort da, aber das Gedicht klingt bereits. Was hier klingt, ist das innere Bild, welches das Gehör des Dichters aufgreift." Dieses Innere, erklärt König, sei für Ingold körperlich. Wenn es eine Individualität gebe, dann hier. In der nachfolgenden bewussten Schaffensprozess des Autors sehe Ingold bereits eine Verunreinigung dessen, was er zuvor gehört habe. Ausgehend von einem weiteren Mandelstam-Zitat ("Der Rhythmus gehört dem einzelnen Dichter, ihm allein") komme Ingold auf ein "rhythmisches Gesetz", "das nicht nur dem im Text Gesagten vorangeht, sondern auch dem Rhythmus, der dem Dichter eigen ist", berichtet König. Er merkt an, dass Ingold seine Gedanken meist an Werken der Moderne beziehunsgweise daran, was ihre Autoren darüber gesagt haben, entwickelt. Allerdings glaubt er Ingold dabei zu ertappen, wie er sich bei seinen Ausführungen über die Individualität in Paradoxe verstrickt. Die Bedeutsamkeit seiner "belesenen, zielstrebigen Essays" schmälert das nach Ansicht des Rezensenten allerdings nicht.

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