Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Zehn Arbeiten zur literarischen und künstlerischen Kultur des 20. Jahrhunderts - Aufsätze, Vorträge, essayistische Notate - legt Felix Philipp Ingold hier erstmals in Buchform vor. Unter wechselnden Gesichtspunkten wird ein weiter Themen- und Problemkreis eröffnet, der Autoren wie Rainer Maria Rilke, Boris Pasternak oder Elias Canetti in den Blick rückt und auf immer überraschende Weise die Frage nach dem literarischen Verstehen und dem literarischen Übersetzen zur Diskussion stellt. Gefragt wird auch nach den vorsprachlichen Entstehungsbedingungen des Gedichts, nach der Funktion und Bedeutung des Autornamens, nach dem Verhältnis der schönen Literatur zur Tierwelt sowie nach der prekären Wechselbeziehung zwischen Werk und Biographie. Weitere Beiträge sind der Dingästhetik der Moderne, der Bild- und Wortkunst des Kubofuturismus und der lettristischen Spracharbeit von Andre Thomkins gewidmet.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.05.2005
Beeindruckt scheint Rezensent Christoph König von Felix Philipp Ingolds Essays über den künstlerischen Schaffensprozess. In einer recht hermetischen Besprechung widmet er sich ausführlich Ingolds Suche nach dem "Individuellen an der Autorschaft". Zur Erklärung führt er einen Satz Mandelstams an, den auch Ingold zitiert: "Noch ist kein einziges Wort da, aber das Gedicht klingt bereits. Was hier klingt, ist das innere Bild, welches das Gehör des Dichters aufgreift." Dieses Innere, erklärt König, sei für Ingold körperlich. Wenn es eine Individualität gebe, dann hier. In der nachfolgenden bewussten Schaffensprozess des Autors sehe Ingold bereits eine Verunreinigung dessen, was er zuvor gehört habe. Ausgehend von einem weiteren Mandelstam-Zitat ("Der Rhythmus gehört dem einzelnen Dichter, ihm allein") komme Ingold auf ein "rhythmisches Gesetz", "das nicht nur dem im Text Gesagten vorangeht, sondern auch dem Rhythmus, der dem Dichter eigen ist", berichtet König. Er merkt an, dass Ingold seine Gedanken meist an Werken der Moderne beziehunsgweise daran, was ihre Autoren darüber gesagt haben, entwickelt. Allerdings glaubt er Ingold dabei zu ertappen, wie er sich bei seinen Ausführungen über die Individualität in Paradoxe verstrickt. Die Bedeutsamkeit seiner "belesenen, zielstrebigen Essays" schmälert das nach Ansicht des Rezensenten allerdings nicht.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








