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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Charles Stross

Singularität

Roman

Cover: Singularität

Heyne Verlag, München 2005
ISBN-10 3453520165
ISBN-13 9783453520165
Kartoniert, 494 Seiten, 8,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Usch Kiausch.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.05.2005

Dietmar Daths Besprechung von Charles Stross' neuem Science-Fiction-Roman "Singularität" lässt sich zutreffend nur als Totalverriss beschreiben. Es geht in dem Buch um eine Geheimagentin, die in einem entlegenem Winkel des Universums eine zwar technologisch fortschrittliche, ansonsten aber repressive, kapitalistische und militaristische Großmacht revolutioniert, wie Dath den Plot wiedergibt. Am Ende bringe eine Wundertechnologie, mit der man sich Sachen einfach wünschen könne, die Lösung. Der Rezensent regt sich darüber auf, dass Stross sich "unbekümmert" und "gedankenlos" in die Tradition von Science-Fiction-Autoren wie Barry Malzberg oder Theodore Sturgeon zu stellen versuche, deren literarische Produktion zu gewinnbringenden Konflikten zwischen technophiler Weltsicht und "politisch-ästhetischen Programmabsichten" geführt hätten. Stross hingegen beziehe unreflektiert Position gegen "Rassismus, Sexismus und alle Unarten des liberalen Wertekanons" und für die Rechte von "Frauen, armen Leuten und anderen putzigen Tierchen", ohne dass die Ursachen oder Hintergründe von Missständen hinterfragt würden, zürnt Dath. Er wirft dem Autor vor, soziale und moralische Errungenschaften der letzten Jahrzehnte in "aufwandsarme Ornamente" zu verwandeln und "unverbindlich" für seine zweifelhaften literarischen Ambitionen zu missbrauchen.

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