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Aus dem Archiv
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Marc Amann (Hrsg.)
go.stop.act!
Die Kunst des kreativen Straßenprotestes. Geschichte - Aktionen - Ideen
Klappentext
Straßentheater, Reclaim the Street-Parties, karnevalesque politische Umzüge, Aktionen mit Großpuppen, subversive Street Art mit Graffiti, Postern und Aufklebern, Demo-Blöcke in Pink und Silber - die Palette politischer Aktionsformen hat in jüngster Zeit an neuen Farben und Formen gewonnen. Erfahrungsberichte, Geschichten von Entstehung und Herkunft verschiedener bekannter und weniger bekannter Aktionsformen sowie viele entsprechenden Beispiele sind in diesem Buch zusammengetragen und sollen jene zur Nachahmung inspirieren, die ihren Unwillen auf die Straße tragen wollen. Mit Beiträgen von der autonomen a.f.r.i.k.a. gruppe, Reiner Baur, Till Gocht & Barbara M. Frey / Harald Hahn & Till Baumann, Christian Schmidt, trojan tv, Urbane Panik und Wanda Wiczorek.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 09.05.2005
Dietmar Kammerer findet, dass der von Marc Amann herausgegebene Band "go.stop.act!" zur rechten Zeit kommt, in der nämlich alle drei traditionellen Formen des kollektiven Protests (Konfrontation, Konsens, Kommerz) zu versagen scheinen. Das Buch, das "schön die Mitte hält zwischen Dokumentation und Gebrauchsanleitung, akademischer Fußnotenabhandlung und Selbstfeier der Szene", beanspruche nicht, die ultimative Lösung für die Krise des Straßenprotestes zu kennen, benenne aber wohl das Problem: Herkömmliche Demos seien langweilig und unwirksam, Protest, der Spaß machen soll, berge aber die Gefahr der "Love-Paradisierung", wie der Rezensent gelernt hat. Außerdem kläre das Buch neben der Reflexion allgemeiner Trends wie der "Verschiebung vom Inhalt auf die Form" darüber auf, was sich hinter besonderen Aktionsformen wie "Reclaim the Streets", "Street Art", "Radical Cheerleading", "Radical Puppetry" oder "Guerilla Gardening" verbirgt.
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