Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Imran Ayata erzählt vom Hier und Jetzt junger Kanakster in Deutschland. Dabei schickt er schillernde Typen, verkrachte Existenzen, Taugenichtse und Hasardeure in die Welt und schaut, was geschieht. Rosen, die ein Blumenverkäufer mit den Worten "Liebe ist mächtiger als Tito" verschenkt. Ein Kasino, das noch nicht gebaut ist. Eine Kontaktanzeige in "Hürriyet", die das Leben zweier Männer mächtig durcheinander bringt. Eine geklaute Sonnenbrille, die den Schleudergang nicht überlebt.
Imran Ayatas Geschichten handeln von den skurrilen Begebenheiten, die das Leben für junge Migranten in Deutschland bereithält. Sie spielen in Berlin, Frankfurt, Istanbul oder Heidelberg. Aber das ist beinahe herzlich egal. Es interessiert nur das Hier und Jetzt. Oder dreht sich die Erde doch so schnell, dass man rasch den Halt verliert? Ayatas Helden machen sich zum Trottel für die Liebe, und wollen doch eigentlich nur coole Jungs sein. Sie hoffen auf etwas Ruhe in einem Leben, das sie ständig davonzutragen droht, und stürzen doch kopfüber in den nächsten Rausch. Es sind die unfreiwilligen Rollenspiele, die Ayata interessieren.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 17.08.2005
Manchmal sind Imran Ayata Stories "komisch" und manchmal "tragisch", meint Rezensent Dirk Fuhrig, und dabei immer wohltuend bedeutungsleicht und gut geschrieben. Was keineswegs ausschließe, dass sich nicht "verblüffende Einblicke" in die vermeintliche türkische "Parallelgesellschaft" böten. Denn die Personen der Geschichten, so die nähere Auskunft des Rezensenten, seien "gebildete, aufstiegsorientierte junge Leute" mit türkischen Eltern. Manchmal seien sie "nachdenklich", manchmal auf Liebe, Sex, manchmal auf eine neue Sonnenbrille aus. "Mitten aus Deutschland" kommen Ayatas Erzählungen, schreibt ein begeisterter Rezensent. Und die unvermeidlich lauernden Klischees kultureller Differenz wie Scheinehen handhabe der Autor erfrischend "unverkrampft". Als Gütesiegel stempelt Dirk Fuhrig "deutsch-türkische Post-Pop-Literatur" unter seine Rezension.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 30.04.2005
Rezensent Maik Söhler ist beeindruckt, wie Imran Ayata seine Protagonisten in glücklichen und weniger glücklichen Momenten beschreibt. Die Helden sind allesamt in Deutschland und der Türkei gleichermaßen zu Hause. Sie genießen ihr Leben, erfahren wir, fühlen sich einsam, suchen die große Liebe oder eine deutsche Ehefrau zwecks Aufenthaltsgenehmigung: das Leben in all seinen Facetten eben. Die einzelnen Geschichten sind nicht immer "rund", meint Söhler, gelegentlich gleiten sie auch in den Kitsch ab. Doch insgesamt findet der Rezensent, werden diese "Textfragmente ... den Bewusstseinsfragmenten der Figuren in 'Hürriyet Love Express', diesen zeit-, ort- und identitätslosen Nachtgestalten, erstaunlich gerecht werden".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







