Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Frederik Hetmann
Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker
Die Lebensgeschichte des Ernesto Che Guevara. (Ab 13 Jahre)
Klappentext
Er sah gut aus, und er kämpfte - oder glaubte zu kämpfen - für das Gute. Heute ist er auf Plattenhüllen, T-Shirts und Snowboards abgebildet, eine Ikone der Jugend. War er wirklich "der vollkommenste Mensch unserer Zeit", wie Jean-Paul Sartre ihn nannte?
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 15.03.2000
Gleich am Anfang teilt Jürgen Stahlberg mit, dass er den Autor oberlehrerhaft findet. Dessen Beteuerung, er sei gegen Gewalt, zeige außerdem nur, wie "überfordert" er mit einer Gestalt wie Che Guevara ist, dessen Biografie er hier für Jugendliche vorlegt. Denn die Frage der Gewalt sei nun mal, so der Rezensent, "zentral in Ches Leben". So hat der Autor auch einige Spuren nicht genügend verfolgen können - die Raketenstationierung auf Kuba, die Zwangslager -, die ihm auf politisch und psychologisch interessante Fährten hätten setzen können. Stahlberg entwirft dann seine Sicht der Dinge, indem er sich die Psychologie des "schwer asthmakranken" Revolutionärs vornimmt: hier sieht er Begründungszusammenhänge, die für ihn den "eisernen Willen" und die "Selbstsuggestion" Che Guevaras erklären können. Zwar lobt er, dass Ches Biografie in die "treffliche Biografie-Reihe" des Beltz-Verlages aufgenommen wurde, bedauert aber, dass das "heiße Eisen" Che hier "kaltgemacht" wurde.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
Zwar biete das Buch keine Überraschungen, meint Andreas Metzner, dafür lobt er die Detailtreue und die Farbigkeit dieser neuen Biografie über Che Guevara. Besonders hebt Metzner das Einfügen von 27 Legenden in den Haupttext hervor. Denn obwohl der Wahrheitsgehalt dieser Legenden da und dort bezweifelt werden muss, so helfen diese, wie Metzner findet, Guevara aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten "und sich ein eigenes Bild zu machen". Darüber hinaus hebt der Rezensent die Passagen des Buches hervor, in der es um die frühe Prägung des Jugendlichen Che Guevara geht, der ja ursprünglich aus gut situierter Familie stammte.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








