Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jörg Echternkamp (Hrsg.)

Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg

Band 9, Teil 1: Die deutsche Kriegsgesellschaft 1939 bis 1945

Cover: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2004
ISBN-10 3421062366
ISBN-13 9783421062369
Gebunden, 993 Seiten, 49,80 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Jörg Echterkamp im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamts. Welche sozialen, politischen zund kulturellen Entwicklungen haben auf deutscher Seite den Zweiten Weltkrieg fast sechs Jahre lang ermöglicht und begleitet? Wie wirkten die militärischen Ereignisse auf die Menschen im Deutschen Reich zurück? Diese und weitere Fragen richten im vorliegenden Doppelband den Blick auf diejenigen, die den Krieg geführt und unter seinen Folgen gelitten haben.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 25.08.2005

In höchsten Tönen lobt der Historiker Hans-Ulrich Wehler diese beiden Bände, in denen seine Kollegen vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt eine "imposante" Bilanz ihrer Forschungen präsentieren. Als einen "Höhepunkt an empirischer Leistung, abwägender Interpretation und konkreter Wissensvermittlung" würdigt Wehler diese beiden Konvoluten, die seiner Meinung nach auf absehbare Zeit konkurrenzlos dastehen werden. In verschiedenen Beiträgen, informiert der Rezensent, gehen die Autoren der allem zugrunde liegenden Frage nach, was bei dieser deutschen Gesellschaft die Energie erzeugte, um über sechs Jahre den Kontinent in Schutt und Asche zu legen, woher diese Mordbereitschaft rührte. Von den Themen der Beiträge, die Wehler allesamt ganz ausgezeichnet findet, führt Wehler die Penetrationsleistung der NSDAP auf, die Arbeitslager, die Verbindung von Ostkrieg und Holocaust, die politische Mentalitätsgeschichte, der militärische Widerstand, der Nationalismus und der Bombenkrieg. Zum Schluss hat der glückliche Rezensent nur noch einen Wunsch: "Wie erquicklich wäre es, wenn der Verlag diese imposanten Bände in zehn, zwölf Paperbacks zu einem erschwinglichen Preis dem Interessenten zugänglich machen würde!"

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.03.2005

Aufschlussreich findet Dietmar Süß diesen von Jörg Echternkamp herausgegebenen Band über das Deutsche Reich und den Zweiten Weltkrieg, der zeige, wie unterschiedlich die Erfahrungen des Krieges sein können. Als "vorbildlich" lobt Süß die Verbindung verschiedener Perspektiven, die der Band vornimmt: die Dynamik und Radikalisierung des Krieges, die Mobilisierung aller Ressourcen, die Kontinuität und Veränderungen von Denk- und Verhaltensmustern seit dem Ersten Weltkrieg, und die Entgrenzung der Gewalt als wesentliches Element der deutschen Kriegsgesellschaft. "Besonders gelungen" findet Süß den Beitrag von Armin Nolzen, der die zentrale Rolle verdeutliche, die die NSDAP für die Mobilisierung der Bevölkerung und ihre lang währende Loyalität spielte. Während des Kriegs habe die Partei ihren Herrschaftsbereich immer weiter ausgedehnt, wobei viele Deutsche freiwillig eine Mitgliedschaft eingingen, um aufzusteigen oder sich persönlich zu bereichern. Diesen Prozess "volksgemeinschaftlicher" Integration, der auf antijüdischer Ausgrenzung basierte, zeige Nolzen "äußert anschaulich".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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