Monika Maron

Wie ich ein Buch nicht schreiben kann und es trotzdem versuche

Cover: Wie ich ein Buch nicht schreiben kann und es trotzdem versuche
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN 9783100488244
Gebunden, 112 Seiten, 15,90 EUR

Klappentext

"Natürlich weiß ich, daß es zweierlei ist, Sehnsucht zu haben oder über Sehnsucht zu schreiben." Ein Werkstattgespräch mit sich selbst: In ihrer Frankfurter Poetikvorlesung gibt Monika Maron dem Leser, der Literatur nicht nur als Inhalt begreift, sondern wissen will, wie sie entsteht, funktioniert, Einblick in den komplizierten Gestaltungsprozeß eines neuen Romans: Sie verwirft immer neue Anläufe, klopft verschiedene Entwürfe auf Konstruktionsfehler hin ab und analysiert selbstkritisch Irrwege.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 16.08.2005

Jürgen Verdofsky hat sich Monika Marons Frankfurter Poetikvorlesung mehr erwartet, in der sie über ihre Arbeit am Roman "Endmoränen" spricht. Ihr Problem war, wie wir Verdofsky Darstellung entnehmen, dass sie zwar eine tragende Ausgangsthese hatte, einen guten Anfang, prima Figuren und einen Schluss - aber einfach nicht wusste, wie sie dies alles verbinden sollte. Doch besonders interessant findet Verdofsky das nicht. Statt von Schreibkrisen hätte er lieber etwas über ihre "ästhetischen Überzeugungen und das Kräftespiel innerhalb ihrer Erzählräume" erfahren. So moniert er "theoretische und andere Ereignislosigkeit" und sorgt sich um Marons "literarisches Temperament". Sein Fazit: "Monika Marons Poetikvorlesung in Frankfurt bleibt eine Verlegenheit."

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.05.2005

Die Poetikvorlesung von Monika Maron über das Schreiben ihres jüngsten Romans "Endmoräne", die sie in Frankfurt gehalten hat "bemüht keinen großartigen theoretischen Apparat", sondern entpuppt sich eher als ein "Werkstattbericht", in dem die Autorin über Schreibkrisen, versandende Erzählstränge, Überlegungen zur Schreibperspektive und ähnliches Auskunft gibt, erklärt ein zufriedener Martin Krumbholz. Daneben erzählt Maron auch über wohlmeinende Ratschläge aus dem näheren Umfeld, flicht Reiseberichte ein und streift hin und wieder eben doch poetologische Fragen, etwas die, ob "chronologisches Erzählen" zweckmäßig ist. Das liest sich dann weniger wie eine Vorlesung, als vielmehr als "entspannte, assoziative Erzählung übers Erzählen", so der Rezensent, dem das offensichtlich gefallen hat.

Themengebiete


Beliebte Bücher

Heike Geißler. Michaela Kohlhaas - Roman . Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Heike Geißler: Michaela Kohlhaas
"Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem…
Robert Seethaler. Die Straße - Roman . Claassen Verlag, Berlin, 2026.Robert Seethaler: Die Straße
Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…
Petra Morsbach. Orion - Roman . Penguin Verlag, München, 2026.Petra Morsbach: Orion
Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…
Florian Illies. Träume aus Feuer - Der Alchemist von der Pfaueninsel. Bastei Lübbe Verlag, 2026.Florian Illies: Träume aus Feuer
Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…