Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Englischen von Rebekka Göpfert und Anette Grube. Vor vielen Jahrhunderten, als es in England noch Magie gab, war der größte aller Zauberer der "Rabenkönig". Jetzt, am Anfang des 19. Jahrhunderts, ist er nur noch eine Legende, und England glaubt nicht mehr an wirkliche Zauberei. Bis der zurückgezogen lebende Mr Norrell aus Hurtfew Abbey auftaucht und die Statuen der Kathedrale von York sprechen und tanzen lässt. Die Nachricht über dieses Ereignis verbreitet sich, und Mr Norrell geht nach London, um der Regierung im Krieg gegen Napoleon zu helfen. Dort trifft er Jonathan Strange, einen brillanten jungen Zauberer, den er als Schüler aufnimmt. Die beiden begründen eine neue Tradition englischer Magie ...
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.11.2004
Mit viel Wohlwollen bespricht Katrin Schultze diesen von irgendwem originellerweise als "Harry Potter für Erwachsene" apostrophierten, ganz dicken Roman. Die Kritikerin will sich gar nicht erst damit aufhalten, ob hinter der Tatsache, dass das Buch ausgerechnet in Joanne Rowlings Verlag "Bloomsbury" erschienen ist, ein Marketingtrick steht. Sie widmet sich lieber der "entscheidenden Taktik" von Susanne Clarkes Zauberergeschichte: das Prinzip der literarischen Ironie. Durch sich authentisch gebende Fußnoten und Quellenangaben, mehrfache Perspektivwechsel und vermeintlich allwissende Kommentareinschübe wird dem alten Schlegel gemäß der "schönen Verwirrung der Phantasie" Vorschub geleistet, weiß Katrin Schultze. Die Handlung ist für sie angesichts dieses gelungenen literarischen Konzeptes eigentlich Nebensache und wird eher pflichtschuldig angerissen: Die zwei gegensätzlich angelegten Zauberercharaktere Jonathan Strange und Mr. Norrell, die im England des beginnenden 19. Jahrhunderts einer Prophezeiung gemäß die Zauberkunst zu neuem Leben erwecken sollen, erleben diverse Abenteuer. Dabei bedient sich die Autorin zum Vergnügen der Kritikerin bei Jane Austen und Charles Dickens und beschert den Lesern so einige der "amüsantesten Passagen". Auch die Übersetzung von Annette Grube und Rebekka Göpfert lässt nichts zu wünschen übrig und garantiert ein kurzweiliges Lesevergnüngen, versichert die Rezensentin, die sich zumindest im diesem Punkt an Harry Potter erinnert fühlt.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.11.2004
Dem ersten Roman der britischen Autorin Susanna May ist das Etikett "Harry Potter für Erwachsene" angehängt worden, berichtet Nina May, die aber bis auf das Vorkommen von Zauberern keine Ähnlichkeiten erkennen kann. Die Autorin mischt in ihrem Buch in einem an Jane Austen erinnernden Ton Historisches aus dem England des 19. Jahrhunderts mit märchenhaften Elementen und "mythisch aufgeladenen" Figuren und fantastischen Begebenheiten, wobei sie die verschiedenen Ebenen derart "geschickt" verwebt, dass man am Ende alles glauben möchte, was man liest, lobt die Rezensentin. Sie zeigt sich auch von dem "subtilen, bisweilen etwas schwarzen Humor" Clarkes sehr eingenommen und freut sich insbesondere an der sich "wie ein Pfad von Tretminen" durch den Roman ziehenden Ironie. Dabei haben May aber insbesondere die "dunklen Seiten" der Figuren angezogen, die das Romangeschehen erst interessant machen, wie sie findet. Sie empfiehlt den Roman nicht zuletzt wegen seiner "wunderschönen Bildersprache" als passenden Schmöker für Herbstabende und hofft angesichts des "offenen Endes" dieses Fantasy-Romans auf eine "Fortsetzung" der Geschichte.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








