Max Weber

Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus

Vollständige Ausgabe
Cover: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus
C.H. Beck Verlag, München 2004
ISBN 9783406511332
Paperback, 432 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben und eingeleitet von Dirk Kaesler. Max Webers berühmte Studie zur "Protestantischen Ethik" hat trotz vielfacher Widerlegungsversuche nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Ausgehend von der Frage, worin die Besonderheit der abendländischen Moderne besteht, beginnt Max Weber mit der Suche nach den Grundlagen und Voraussetzungen des modernen Kapitalismus. Er stößt auf eine spezifische, protestantische Ethik als eine der entscheidenden Wurzeln der typisch abendländischen Form des Wirtschaftens, die dem Kapitalismus eine ideelle Grundlage bot und am weitesten entgegenkam. Mit der hier präsentierten Ausgabe liegt erstmals eine vollständige Sammlung aller Schriften Max Webers zur Rolle des Protestantismus bei der Herausbildung des modernen Kapitalismus vor. In dieser Sammlung werden sowohl die zentralen Texte Max Webers in ihrer letzten Fassung aus dem Jahr 1920 in lesefreundlichem Neusatz vorgelegt, als auch seine leidenschaftlichen "Antikritiken" aus den Jahren 1907 bis 1910.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.11.2004

Zur hundertjährigen Wiederkehr der Erstpublikation von Max Webers Studie "Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus" im November 1904 liegt nun eine "Jubelausgabe" mit der ungekürzten Fassung des Textes nebst weiteren einschlägigen Schriften Webers vor, berichtet Rezensent Jürgen Kaube. Er skizziert zunächst unterschiedliche Möglichkeiten, Webers Texte zu lesen, um sich dann ganz auf die Einleitung des Herausgebers Dirk Kaesler zur vorliegenden Ausgabe einzuschießen. Die missfällt ihm nämlich gewaltig. Kaeslers Deutung von Webers Studie als "Leseabenteuer" mit Lebenshilfecharakter etwa würde man einem Proseminaristen anstreichen. Kaeslers Behauptung, Webers Thesen enthielten keine Argumente, die sich auf die Wirklichkeit beziehen, kann Kaube nicht nachvollziehen. Er hält Kaesler "intellektuellen Müßiggang" vor: "Dass die schon tausendmal wiederhererzählten Klassiker noch ein tausenderstesmal hererzählt werden, ist eine Funktion geistiger Faulheit, die sich nicht an der Sache abmüht, weil ihr der Sound genügt."

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