Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.10.2004
An diesem kleinen Band scheint alles zu stimmen, glaubt man dem mit "ve" zeichnenden Rezensenten. Zum einen zeichne sich Rabindranath Tagores autobiografischer Rückblick auf die mit "königlichen" Ereignissen bestickte Monotonie der eigenen Kindheit durch seine "augenzwinkernde Altersweisheit" aus, die auch in ihren zivilisationskritischen Momenten nicht an Aktualität eingebüßt habe. Zum anderen besteht für den Rezensenten kein Zweifel an der Qualität von Axel Montes Erstübersetzung, die er "schlicht, aber einfühlsam präzise" nennt, und die in Montes "minimalen, aber prägnanten Anmerkungen" zum Text ihre Enstprechung findet. Abrundend geselle sich zur Lesefreude der ästhetische Genuss dieses "kunstvoll gestalteten, aber wohlfeilen Miniaturbuches". So wird das Lesen sogar zur "Augenweide", schwärmt der Rezensent.
Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…