Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gisbert Haefs

Raja

Roman

Cover: Raja

Goldmann Verlag, München 1999
ISBN-10 3442750334
ISBN-13 9783442750337
Gebunden, 479 Seiten, 22,96 EUR

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Klappentext

An Bord eines englischen Kriegsschiffs gelangt im Jahr 1781 der junge George Thomas nach Indien. George, ein Ire, geboren in einem armen Bauerndorf in der Grafschaft Tipperary, ist offenkundig vom Schicksal zu etwas ganz besonderem ausersehen. Eine geheimnisvolle Frau hat dem Jungen einst unermeßlichen Reichtum und einen seltsamen Tod verheißen. Und in Indien, diesem fremden Land, wir sich sein Schicksal erfüllen. Als Georges Schiff in Madras anlegt, beschließt er, verführt von der Schönheit des Landes, zu desertieren. Er trifft einen mysteriösen Bettler namens Joao Saldanha, der in Indien auf der Suche nach einer seltsamen Reliquie und nach einem Gott ist, an den er noch glauben kann. Immer wieder kreuzen sich die Wege von Joao und George, auch wenn der verwegene Ire eine ganz weltliche Karriere macht: zunächst bei einer marodierenden Räuberbande, später als Anführer seiner eigenen Truppen. Später steigt George sogar zum Fürsten, zum Raja, eines eigenen Reichs auf. Bis er schließlich seinen Feinden zu stark wird und diese schließlich ein Heer gegen ihn führen ...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.07.2000

Gefallen gefunden - mit einigen Abstrichen - hat Elmar Schenkel an dem Indien-Roman von Gisbert Haefs. Haefs hat sich als Verfasser von historischen Romanen über Hannibal oder Alexander wie auch als Übersetzer und Herausgeber von Rudyard Kipling und Jorge Luis Borges einen Namen gemacht , deren Einflüsse, so Schenkel, in "Raja" durchaus zu spüren seien. Ein historischer Abenteurroman, angesiedelt im 18. Jahrhundert; am besten gefallen haben dem Rezensenten die Stellen des Romans, wo sich "erotische Falltüren und babylonische Bibliotheken" auftun, die das Historische vergessen lassen. Ist es nicht immer das "Potenzial an Gegenwärtigkeit", fragt Schenkel, das uns an einem Buch interessiert? Der Rezensent gesteht, das Buch auf einer Indienreise gelesen zu haben, was keinen günstigen Kontrast zu seiner Lektüre abgab. Da muß die Gegenwart mächtiger gewesen sein als die von Haefs vergegenwärtigte Vergangenheit.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren