Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
An Bord eines englischen Kriegsschiffs gelangt im Jahr 1781 der junge George Thomas nach Indien. George, ein Ire, geboren in einem armen Bauerndorf in der Grafschaft Tipperary, ist offenkundig vom Schicksal zu etwas ganz besonderem ausersehen. Eine geheimnisvolle Frau hat dem Jungen einst unermeßlichen Reichtum und einen seltsamen Tod verheißen. Und in Indien, diesem fremden Land, wir sich sein Schicksal erfüllen. Als Georges Schiff in Madras anlegt, beschließt er, verführt von der Schönheit des Landes, zu desertieren. Er trifft einen mysteriösen Bettler namens Joao Saldanha, der in Indien auf der Suche nach einer seltsamen Reliquie und nach einem Gott ist, an den er noch glauben kann. Immer wieder kreuzen sich die Wege von Joao und George, auch wenn der verwegene Ire eine ganz weltliche Karriere macht: zunächst bei einer marodierenden Räuberbande, später als Anführer seiner eigenen Truppen. Später steigt George sogar zum Fürsten, zum Raja, eines eigenen Reichs auf. Bis er schließlich seinen Feinden zu stark wird und diese schließlich ein Heer gegen ihn führen ...
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.07.2000
Gefallen gefunden - mit einigen Abstrichen - hat Elmar Schenkel an dem Indien-Roman von Gisbert Haefs. Haefs hat sich als Verfasser von historischen Romanen über Hannibal oder Alexander wie auch als Übersetzer und Herausgeber von Rudyard Kipling und Jorge Luis Borges einen Namen gemacht , deren Einflüsse, so Schenkel, in "Raja" durchaus zu spüren seien. Ein historischer Abenteurroman, angesiedelt im 18. Jahrhundert; am besten gefallen haben dem Rezensenten die Stellen des Romans, wo sich "erotische Falltüren und babylonische Bibliotheken" auftun, die das Historische vergessen lassen. Ist es nicht immer das "Potenzial an Gegenwärtigkeit", fragt Schenkel, das uns an einem Buch interessiert? Der Rezensent gesteht, das Buch auf einer Indienreise gelesen zu haben, was keinen günstigen Kontrast zu seiner Lektüre abgab. Da muß die Gegenwart mächtiger gewesen sein als die von Haefs vergegenwärtigte Vergangenheit.
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