Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Herausgegeben von Marcel Beyer. Seit über sechs Jahrzehnten knüpft Friederike Mayröcker in ihren Gedichten an einem magischen Sprachteppich. Die Sprachfäden schießen ineinander, entfalten ein so filigranes wie weit austreibendes Geflecht, das alle Festlegungen überschreitet. Unermüdlich erprobt die Dichterin die Übersetzbarkeit von Materie in Sprache, wagt sich immer neu durch unerschlossene Schichten. Gesehenes, Erlebtes, Erfundenes, im Geiste Erlebtes und Geträumtes - alles findet Eingang ins Textgewebe. Wortneuschöpfungen stehen neben Fremdzitaten und Selbstverfremdungen, Spuren ihrer Auseinandersetzung mit Werken von Schriftsteller-Kollegen neben solchen ihres Umgangs mit Malerei und Musik - in allem spricht sich eine ungestüme Wahrnehmungskraft aus, ein Abtasten der Welt, das nichts ausschließt, aufs Ganze geht.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.12.2004
So sehr es Nico Bleutge auch bedauert, dass Friederike Mayröcker ihr Haus nur mehr selten verlässt, um aus ihren Gedichten zu lesen - der von Marcel Beyer herausgegebene Band mit ihrer gesammelten Lyrik ist ihm ein Trost. "Und gewiss kein kleiner." Die Gedichte sind "sorgfältig" nach ihrer Entstehung geordnet, ergänzt durch ein "genaues editorisches" Nachwort. Die Zusammensetzung der einzelnen Gedichtbände gerät durch die zeitliche Anordnung zwar aus dem Blick, meint der Rezensent, werde aber im Anhang getreu verzeichnet. "Und das Hin- und Herblättern gehört bei der Mayröcker-Lektüre ohnehin dazu." Bleutge freut sich, dass er "endlich" die Entwicklung von Mayröckers Schreiben verfolgen kann, und auch in den gut hundert bisher unveröffentlichten Gedichten findet er lohnende Stücke. Dank des nun gewonnenen Überblicks wagt er es auch, Mayröckers Schaffen mit einem "Stempelchen" zu versehen. Die Lyrikerin suche unentwegt nach der "Einheit von Leben und Kunst".
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.12.2004
Jörg Drews würdigt in einer eingehenden Hommage das Gesamtwerk der Lyrikerin Friederike Mayröcker, deren gesammelten Gedichte nun zu ihrem 80. Geburtstag erschienen sind. Er erinnert sich an erste Rezeptionserfahrung mit der Lyrik Mayröckers und gesteht freimütig ein, dass er und andere Leser zunächst durchaus Verständnisschwierigkeiten bei den unkonventionellen und alle Lesegewohnheiten sprengenden Texten der Autorin hatten. "Wir hörten hingerissen zu und staunten", erinnert sich der Rezensent, den das "bestechend Exzentrische" sowohl der Prosatexte als auch der Gedichte begeistert. Der Gedichtband enthält Lyrik aus über 60 Jahren, mehr als hundert darin abgedruckte Gedichte sind bisher kaum je zu lesen gewesen, teilt Drews mit. Er hebt besonders das "Element des ahnbar Lebensgeschichtlichen" hervor, das im Werk Mayröckers zunehmend spürbar wird und das der Rezensent streng vom Autobiografischen getrennt sehen will. Wenn Drews einen Wunsch frei hätte, dann würde er sich nun noch eine Ausgabe aller Hörspieltexte und eine CD aller Hörspiel-Aufnahmen wünschen, nebst Aufnahmen aller Lesungen der Autorin.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








