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Klappentext
Mit Illustrationen von Dennis Doe Tamakloe. Afrika - der schwarze Kontinent? Ganz und gar nicht! Lutz van Dijk entführt seine jungen Leser in ein Afrika, das bunt und vielfältig ist, uralt und modern, mit einer Geschichte voller Hoch- und Tiefpunkte. Sein Buch ist wie ein buntes afrikanisches Tuch, auf dem es unendlich viel zu entdecken gibt. Lutz van Dijk zeigt seinen Lesern die kulturelle Vielfalt Afrikas: von der Kultur des Islam im Norden nach Schwarzafrika im Süden; vom Leben der Buschmänner in der Steppe zum pulsierenden Leben der Großstädte; von der Kultur der Pygmäen zu den Pyramiden in Ägypten. Er berichtet von den Narben der Kolonisierung und vom Mut, neue Wege der Versöhnung zu gehen.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 12.08.2004
"Mit dem Mut zur Lücke durchschreitet er die lange Historie Afrikas", bewundert Andreas Eckert den Autor dieser Geschichte Afrikas. Dieses "engagierte und gut illustrierte Buch" bietet einen "gerafften Überblick" - beginnend mit der frühen Phase der Menschheitsentwicklung bis hin zu dem durch Aids ausgelösten großen Sterben. Besonders wichtig sind Andreas Eckert dabei die "eindringlichen Betrachtungen" der Probleme, die sich aus der Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten ergab. Sie zählt er "zu den besten Passagen des Buches". Sehr gut findet es der Rezensent auch, dass Afrikanerinnen und Afrikaner selbst zu Wort kommen. Gelegentlich springe der Autor in seiner Darstellung assoziativ hin und her und verliert dabei den roten Faden. Auch würden einige afrikanische Politiker "allzu positiv" charakterisiert. Trotzdem kann sich der Rezensent nur wünschen, dass das "vornehmlich" für Jugendliche geschriebene Buch auch "zahlreiche Leser" außerhalb dieser Altergruppe findet.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.2004
Nicht ohne Gewinn hat Rezensent Andreas Obst dieses Geschichtsbuch für Jugendliche aus der Hand gelegt, wenngleich er das Unternehmen letztlich für gescheitert hält. Denn die demonstrativ gutmenschliche Afrikasympathie des deutsch-niederländischen Autors findet er auf die Dauer schwer erträglich und das Bild insgesamt zu monochrom geraten. Geschichtliche Ereignisse seien stets so beschrieben, dass die Afrikaner undifferenziert als Opfer erschienen. Beim Jonglieren mit Fakten und Meinungen gerate Lutz van Dijk immer wieder ins Schlingern, was seine Argumentation für den Rezensenten nicht immer folgerichtig und gelegentlich sogar kurios macht. Auch der Sprachduktus, der sich für den Geschmack des Rezensenten zu angestrengt um Verständnis bei Jugendlichen bemüht, stößt auf Missfallen. Die im Stil "einer Art afrikanischen Fotorealismus" gemalten Bilder im Buch unterstreichen Obst zufolge dessen Schwarz-Weiß-Sicht auf unvorteilhafte Weise. Gelobt wird lediglich die überbordende Fülle des im Buch gebotenen Materials, dass den Rezensenten trotz allem immer wieder zum Weiterlesen reizte.
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