Odo Marquards zwischen 1984 und 2003 entstandene Texte dokumentieren wiederum seine "endlichkeitsphilosophische Skepsis": Kleine Anthropologie der Zeit - Skepsis als Philosophie der Endlichkeit - Das Über-Wir - Sola divisione individuum - Mut zur Bürgerlichkeit - Die Denkformen und die Gewaltenteilung - Einheitswissenschaft oder Wissenschaftspluralismus? - Musik in der Philosophie u.a.m.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.07.2004
Nicht viel Neues aus dem Lande Marquard, so könnte man Uwe Justus Wenzels Rezension des jüngsten Reclam-Bandes mit Texten des Philosophen resümieren. Im wesentlichen wohl "Wiederholungen und Variationen" des Marquardschen Lebensthemas, der philosophischen "Skepsis". Das soll aber nicht heißen, dass der Rezensent sich gelangweilt hat, denn die Überzeugung des Autors, dass es die erste Bürgerpflicht des Schreibenden ist, auf Dummheit wie Langeweile zu verzichten, zahle sich wieder einmal aus. Die Texte des Schöpfers länglicher Begriffe ("Inkompetenzkompensationskompetenz"), witziger Reden und scharfsinniger Gedanken sind auch hier "ultrakurzweilig" geraten, freut sich der Rezensent.
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