US-Präsident George W. Bush hat einen ernst zu nehmenden Gegner: Senator John F. Kerry, der Hoffnungsträger der Demokratischen Partei und Wunschkandidat der Europäer, will die USA in die Weltgemeinschaft zurückbringen. Unter Führung des erfahrenen Senators soll Amerika auf neuen Kurs gehen - im Irak, im transatlantischen Kontext, in der Innen- und Wirtschaftspolitik. Friederich Mielke beschreibt Kerrys Werdegang vom Diplomatensohn zum Vietnamveteranen, vom Friedensaktivisten zum Kämpfer gegen internationalen Drogenhandel und Terrorismus. Er porträtiert den Politiker und Menschen John F. Kerry und kommentiert das politische Programm, mit dem dieser ins Weiße Haus einziehen will.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.09.2004
Für die beste von einem Deutschen geschriebene Kerry-Biografie hält Norbert Finzsch Friedrich Mielkes "John F. Kerry". Wie viele andere gewährt zwar Mielke nach des Rezensenten Ansicht dem Kandidaten zu viel Kredit; das Urteil, Kerry sei auf jeden Fall besser als Bush, hält Finzsch nicht für unanfechtbar. Aber Mielkes Text ist gut geschrieben und chronologisch strukturiert. Die wenigen faktischen Irrtümer werden aufgewogen durch eine umfangreiche Bibliografie und einen Index. Insgesamt: Eine Sammlung gut recherchierter Reportagen.
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