Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem kubanischen Spanisch von Klaus Laabs. Marcela, in Europa gestrandete kubanische Fotografin, gelingt in der neuen Welt alles, was sie anpackt. Dennoch will sie sich von ihrem Erfolg nicht knechten lassen. Sie flieht vor dem Ruhm und widmet sich lieber den Dingen, die ihr wichtiger sind. Unter ihren zahlreichen kubanischen Freunden, die weltweit verstreut im Exil leben, ist sie diejenige, die über die Erinnerungen an die zurückgelassene Welt wacht. Sie ist die Regentin über das kollektive Gedächtnis an eine Zeit, die unwiederbringlich verloren ist. Aber Marcela ist auch eine gefangene Königin. Gefangen in den Gedanken an die Vergangenheit und an ein totgeschwiegenes Verbrechen. Gefangen in ihren Träumen, in denen noch immer jenes verhängnisvolle Bündel von Briefen schwelt, die eine Tragödie ausgelöst haben.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.12.2004
Besonders überzeugt ist Rezensent Georg Sütterlin nicht von diesem neuen Roman der Exil-Kubanerin Zoe Valdes. Er findet, dass es ihr an schriftstellerischen Qualitäten mangelt - auch wenn sie die eine oder andere spannende Einsicht zu vermitteln hat: etwa über die von Heimweh geplagte kubanische Exilantenszene. Doch im Detail sind ihm die von ihr entworfenen Charaktere einfach nicht schlüssig, zu oft beschränke sich die Autorin darauf, "etwas zu behaupten, anstatt den Stoff überzeugend zu gestalten". Auch mit ihren sprachlichen Mitteln wird Sütterlin nicht glücklich. Er weiß nicht, was Valdes mit ihrer verbalen "Kraftmeierei" vermitteln will. Trotzdem oder gerade deshalb beeindruckt ihn die Leistung des Übersetzers Klaus Laabs, der "das Schnoddrige und Saloppe spürbar macht, ohne den Eindruck zu erwecken, der Roman sei in Berlin angesiedelt".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.06.2004
Der Rezensent Florian Borchmeyer nimmt die deutsche Veröffentlichung des Hauptwerkes der einst linientreuen und dann doch in den Westen geflohenen und dementsprechend umstrittenen kubanischen Autorin Zoé Valdés zum Anlass, ihre literarischen Qualitäten jenseits der ideologischen Konfliktlinien zu überprüfen. Dabei entdeckt er ein bizarres, aber nicht uninteressantes "skurriles Hybridwesen, dessen Existenz man eigentlich gar nicht für möglich hielte: ein hochintellektueller Dreigroschenroman mit dem Anspruch anticastristischer Erbauungsliteratur". Die Inhaltszusammenfassung, die der Rezensent liefert, wirkt jedenfalls schon reichlich bizarr, die Form der Erzählung tut ihr übriges. "Bedeutende Literatur" ist das nach Meinung des Rezensenten zwar nicht, doch auch wenn hier "nichts so recht zueinanderzupassen scheint, verursacht jeder Schluck aus seinen Tassen ein schwer zu leugnendes Lesevergnügen". Dazu beigetragen hat sicher auch die Leistung des Übersetzers Klaus Laabs, von der Borchmeyer sehr angetan ist.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








