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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 13.02 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Connie Palmen

Ganz der Ihre

Roman

Cover: Ganz der Ihre

Diogenes Verlag, Zürich 2004
ISBN-10 3257063946
ISBN-13 9783257063943
Gebunden, 412 Seiten, 22,90 EUR

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Klappentext

"Ganz der Ihre" - und doch keiner gehörend. Fünf Frauen, die in Salomon Schwartz' Leben eine Rolle spielten, erzählen von ihren Erfahrungen mit diesem unwiderstehlichen Mann, einem notorischen Don Juan, tragisch Verstoßenen und begnadeten Verfasser süchtig machender Kolumnen. Ihre Berichte ergänzen sich zu einer fiktiven Romanbiographie, die nicht nur ein Individuum im Blick hat, sondern eine Gesellschaft.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 29.07.2004

Rezensentin Ursula März verzeiht dem Roman von Connie Palmen ebenso viele Schwächen wie ihrem Protagonisten. Denn der ist März zufolge unverkennbar Palmens 1995 verstorbenem Ehemann nachgebildet, einem niederländischen Starjournalisten, dem sie bereits mit ihrem Roman "I. M." ein Denkmal gesetzt habe. Die melancholische Unrast und intellektuelle Brillanz des diesmal als Salomon Schwartz auftretenden Helden, die libidinöse wie destruktive Hemmungslosigkeit seiner "zehntausend Frauengeschichten" nehmen die Rezensentin sehr für ihn ein - so sehr, dass sie der Autorin auch noch ein drittes Buch über diesen Typ Mann verzeihen würde. Das vorliegende Exemplar krankt, wie wir lesen, an seitenweise aufgerollter Tiefenpsychologie und einer "eher abgenutzten Rahmenhandlung". Allerdings findet die Rezensentin in diesem Fall die Qualität des erzählerischen Gerüsts oder die Grundidee auch nicht als entscheidend. Nicht mal die Sprache ist ihr besonders wichtig. So stark empfindet sie die Spannung, die vom Helden ausgeht, dessen "Überkonsum von Leben" für sie ohne seine Herkunft aus einer jüdischen, vom Holocaust gekennzeichneten Familie nicht vorstellbar ist.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.06.2004

Eine gewisse Portion Masochismus müssen auch die Leser von Connie Palmens Roman aufbringen, der vom Masochismus liebender Frauen handelt, die an einen notorischen und bindungsunfähigen Don Juan geraten, behauptet Gisa Funck recht leidensunwillig. Streckenweise lese sich die Bilanz dieses Männerlebens, berichtet aus der Sicht von fünf Frauen, die alle in einem Liebesverhältnis zu diesem liebestollen und zugleich liebesunfähigen Mann standen, wie das Protokoll analytischer Sitzungen. Aber nicht nur die Psychoanalyse sieht die Rezensentin bemüht, sondern auch viel Küchenpsychologie. Die Männerfigur in diesem Roman hat ein reales Vorbild, weiß Funck, Palmes verstorbenen Lebensgefährten Isha Meijer, "I.M.". Indem Palmen sich auf die gebrochene Perspektive der fünf Chronistinnen verlegt habe, habe sie ihr Thema diesmal mehr verfremdet als in ihrem früheren Roman "I.M.", atmet Funck auf. Dennoch geht ihr das Loblied auf den genialischen und notorischen Frauenhelden auf die Nerven, ein vierhundert Seiten langes "Denkmal weiblicher Aufopferung". Die komischen Aspekte solcher Beziehungen, in denen - so laute Palmens These - auch die Frauen eine Beziehungsphobie und Bindungsangst haben - fange die Autorin teilweise recht treffend ein, gesteht Funck zu.

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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