Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Hendrik Nühus schmeißt sein Studium, stapelt bei einem vietnamesischen Obsthändler Kisten und erzählt in der Literaturshow 'Urst Übelst' melancholische Witze. Zwar gehen ihm seine Mitstreiter Pamela Anders, Carmen Amen und Jan D-Day auf die Nerven, aber er hat ja seine große Liebe Laura, die ihn nach einem Auftritt ansprach und nun Teil seines Lebens sein will. Zur gleichen Zeit startet der Comedian Max Dopper eine neue TV-Show. Er überrascht mit Witzen über den Krieg und wirbt Hendrik als Gagschreiber ab. Ehe er sich versieht, ist er 'Comedy Content Director', sammelt Geld auf dem Konto und Überstunden im Büro, verliert allmählich den Überblick - und komplett die Nerven, als er eines Tages erkennen muss, dass er betrogen wird.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 22.06.2004
Der Autor hat sich nicht wirklich etwas getraut, bedauert der Rezensent. Und zwar hat er sich seines Erachtens nicht wirklich getraut, das Jungliteraten-Milieu mitsamt "Windelprosa, Schnulleralarm, Ich-und-meine-Welt-Literatur" hinter sich zu lassen. Doch Ansätze sind vorhanden, "ein Anfang" immerhin ist gemacht, hebt Bartels hervor: Hülswitt hat sich einen größeren Stoff und ein heikles Thema gesucht, das Medienmilieu, das darzustellen und literarisch umzuformen nun eigentlich besonders schwierig sei, wie Bartels meint. Doch gerade dieser Teil seines Romans, in dem es ums Fernsehen und ums Gagschreiben geht, sei gelungen, lobt der Rezensent. Dass sich Hülswitt jeder biederen Medienkritik enthält, findet ebenfalls die Anerkennung des Rezensenten. Ein Problem sieht Bartels allerdings in der Gegenwelt zum Medienmilieu, nämlich das echte Leben, das der Autor mittels eines Eifersuchtsdramas zu erzeugen oder füllen sucht: hier herrschten wieder die Irrungen und Wirrungen der Noch-Zwanziger, die Bartels wieder an jene "Windel-Ödnis" gemahnen, derer er sich doch entledigen wollte.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.05.2004
Viel fällt Kai Martin Wiegandt nicht ein zu Tobias Hülswitts neuem Roman, aber für einen ziemlich heftigen Verriss reicht's allemal. Vor allem scheint er sich gelangweilt zu haben: ein paar sympathisch-schlichte Figuren und die böse Entertainment-Industrie, na toll! "Und was von dieser Geschichte zu erkennen ist", schreibt Wiegand, "geht leicht in einem Witz- und Anekdotenfeuerwerk unter", das leider nicht witzig sei, bis auf wenige Ausnahmen. Also schnell zum Fazit: Eine "kurzatmige Gagparade, die den Unterhaltungsbetrieb nachzuäffen versucht, aber selber keinen Standpunkt außerhalb dieses Betriebs findet."
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







