Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Andrea Hirner

Japanisches Bayern

Historische Kontakte

Cover: Japanisches Bayern

Iudicium Verlag, München 2003
ISBN-10 3891296657
ISBN-13 9783891296653
Kartoniert, 279 Seiten, 16,80 EUR

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Klappentext

Mit zahlreichen Abbildungen. Durch seine lange Abschließung war Japan im 19. Jahrhundert weitgehend unbekannt. Und das, obgleich im 17. und 18. Jahrhundert jesuitische Bühnen in ganz Bayern Dramen mit japanischen Helden aufgeführt hatten. Doch nach 1860 gab es wieder zahlreiche Kontakte in der Politik, in Wissenschaft, Kunst und in der Wirtschaft, und Bayern wurde schon damals zu einem Anziehungspunkt für japanische Besucher. Vom Würzburger Philipp Franz von Siebold angefangen über Mori Ogais Novelle über Ludwig II., den Japonismus in München bis zum Asyl von Thomas Manns Schwager in Japan, das fernöstliche Reich ist in vielerlei Hinsicht mit Bayern eng verbunden. Wie sich diese Kontakte bis zum Zweiten Weltkrieg entwickelten, und wie die japanischen Besucher Bayern sahen, erlebten und oft auch ein literarisches Denkmal setzten, das ist Inhalt dieses Buches.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.01.2004

Rezensent Steffen Gnam zeigt sich recht angetan von Andrea Hirners Studie über die bayerisch-japanischen Beziehungen, die aufzeigt, welche Rolle Bayern beim Sonderweg Japans in die Moderne spielte. Wie Gnam referiert, knüpfte Japan während der nachholenden Modernisierung in der Meiji-Zeit (1868 bis 1912) enge Kontakte zu Deutschland, schickte seine Elitestudenten zur Fortbildung und lockte umgekehrt Ingenieure, Künstler und Wissenschaftler mit hohen Gehältern nach Japan. Die offiziellen Kontakte liefen zwar vor allem über Berlin, aber München entwickelte sich zum Anziehungspunkt für japanische Studenten vor allem aus dem Bereich der Medizin. Hirner erörtere die wechselseitigen Rezeptionen und Repräsentationen in Kunst und Kultur mit Hilfe zeitgenössischer Tagebücher, Stadtarchive, Gästebucheinträge und Zeitungen. Als "liebevoll" empfindet Gnam dabei Hirners Rekonstruktion die Bayernerfahrungen und die Studentenromantik von später berühmten Schriftstellern anhand von Aufzeichnungen wie etwa das "Wanzen-Tagebuch" oder anderen Werken von Saitô Mokichi.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren