Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Xavier Selles-Ferrando

Spanisches Österreich

Cover: Spanisches Österreich

Böhlau Verlag, Wien 2004
ISBN-10 3205771532
ISBN-13 9783205771531
Gebunden, 505 Seiten, 39,00 EUR

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Klappentext

Mit zahlreichen Abbildungen. Kaum zwei andere Länder haben über viele Jahrhunderte hinweg die Weltgeschichte parallel gelenkt und geprägt wie Spanien und Österreich - Spanien in Gestalt der "alten" Habsburgerlinie, Österreich in jener der "neuen". Trotz anhaltender gegenseitiger Sympathie beider Länder füreinander ist das Wissen über die gemeinsame Geschichte in der Bevölkerung heute in vielen Details nicht mehr präsent. Dem will der Autor mit dem vorliegenden Band Abhilfe verschaffen, in dem er den zahlreichen Spuren und Berührungslinien der Spanier in Österreich und speziell in Wien nachgeht: Von den Begegnungen zwischen Österreichern und Spaniern auf dem Jakobsweg, der ersten Türkenbelagerung Wiens in der spanischen Literatur, der Bedeutung Spaniens im Werdegang des Kunsthistorischen Museums und der Galerie Harrach, über das Spanische Hofzeremoniell, die Spanische Hofreitschule, spanische Gründungen von Kirchen und Spitälern, die sefardische Kultur und ihren Höhepunkt in Wien, die Erinnerung an 5000 Rotspanier als Naziopfer in Mauthausen, bis hin zu spanischen Komponisten, Instrumenten, Virtuosen und Sängern in Österreich reicht der Bogen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.12.2004

Der Autor dieses Bandes ist nicht nur, aber auch aus biografischen Gründen sachkundig. Der in Spanien geborene Xavier Selles-Ferrando lebt seit Jahrzehnten in Österreich und war Kultur- und Presserat der Botschaft Spaniens in Wien. Was die beiden Länder verbinde - und von Deutschland unterscheide - sei nicht zuletzt, so Selles-Ferrando, das auf "höfisches Zeremoniell" zurückzuführenden stärkere Bewusstsein für "Stil und Manieren". Der Autor sucht nach "Spanischem in Österreich" und wird über die Jahrhunderte hinweg fündig: Spanische Soldaten, die Wien gegen die Türken verteidigen, die Hofreitschule, Heiratspolitik, die Jesuiten, die Dominikaner - und vor allem das "spanische Hofzeremoniell in der Wiener Hofburg". Ein "bemerkenswertes" Buch, resümiert der Rezensent Harm Klueting.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren