Louise Gottsched

Mit der Feder in der Hand

Briefe aus den Jahren 1730-1762
Cover: Mit der Feder in der Hand
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1999
ISBN 9783534137411
Gebunden, 394 Seiten, 43,46 EUR

Klappentext

Mehr als 200 Briefe aus der Feder Louise Gottscheds lassen die Biographie der gelehrtesten deutschen Frau des 18. Jahrhunderts, wie Kaiserin Maria Theresia sie einst bezeichnete, lebendig werden. Nach nahezu 225 Jahren liegt mit dieser Neuediton ihrer Briefe ein Buch vor, das uns Möglichkeiten und Beschränkungen eines Frauenlebens vor dem Hintergrund der Frühaufklärung vor Augen führt. Der Band ist mit einer neuen Einleitung sowie Nachwort, Stellenkommentar, Zeittafel und Personenregister versehen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 04.05.2000

Dass die "erstaunlichen" Briefe der Louise Gottsched nun in einer neuen Edition vorliegen, findet Rüdiger Wartusch überaus erfreulich. Zwar zeigt sich, dass die junge Autorin durchaus noch dem Geist ihrer Epoche verhaftet war, findet der Rezensent. Dennoch werde bereits früh ihr selbständiges Denken deutlich und in wiefern sie sich mit eigenen Übersetzungen und Dichtungen hervorgetan hat. In editorischer Hinsicht ist Wartusch allerdings ein wenig enttäuscht, da sich diese Ausgabe nur wenig von der 1771/1772 erschienenen unterscheidet. So vermisst er "Werke Louises, Briefe zwischen Dritten, ein Werkverzeichnis und eine Pränumerantenliste". Die "hagiographischen Elemente" in der Einleitung hingegen findet er überflüssig.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999

Die Lektüre dieser Briefe, die erstmals 1771/1772 erschienen sind, lohnt durchaus, meint Ernst-Peter Wickenberg. Louise Gottsched ist für ihn eine ungewöhnliche Frau mit Talent, zum Briefe schreiben, die in ihrer ungekünstelten und unsentimentalen Ausdrucksweise durchaus Humor beweist. Auch Herausgeberin Inka Kording wird gelobt. Sie helfe mit einem umfangreichen Kommentar, viele Anspielungen (Namen, politische und literarische Zusammenhänge) besser nachvollziehen zu können. Allerdings setzt an diesem Punkt auch Wickenbergs Kritik an: Zwar könne man nicht erwarten, für jedes Zitat der - sich äusserst gebildet zeigenden - Louise Gottsched eine Quelle zu erfahren, doch bei einigen Gedichtzitaten sei doch sehr bedauerlich, dass ihre Herkunft in diesem Band unerwähnt bleibe.

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