Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Louise Gottsched

Mit der Feder in der Hand

Briefe aus den Jahren 1730-1762

Cover: Mit der Feder in der Hand

Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1999
ISBN-10 3534137418
ISBN-13 9783534137411
Gebunden, 394 Seiten, 43,46 EUR

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Klappentext

Mehr als 200 Briefe aus der Feder Louise Gottscheds lassen die Biographie der gelehrtesten deutschen Frau des 18. Jahrhunderts, wie Kaiserin Maria Theresia sie einst bezeichnete, lebendig werden. Nach nahezu 225 Jahren liegt mit dieser Neuediton ihrer Briefe ein Buch vor, das uns Möglichkeiten und Beschränkungen eines Frauenlebens vor dem Hintergrund der Frühaufklärung vor Augen führt. Der Band ist mit einer neuen Einleitung sowie Nachwort, Stellenkommentar, Zeittafel und Personenregister versehen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 04.05.2000

Dass die "erstaunlichen" Briefe der Louise Gottsched nun in einer neuen Edition vorliegen, findet Rüdiger Wartusch überaus erfreulich. Zwar zeigt sich, dass die junge Autorin durchaus noch dem Geist ihrer Epoche verhaftet war, findet der Rezensent. Dennoch werde bereits früh ihr selbständiges Denken deutlich und in wiefern sie sich mit eigenen Übersetzungen und Dichtungen hervorgetan hat. In editorischer Hinsicht ist Wartusch allerdings ein wenig enttäuscht, da sich diese Ausgabe nur wenig von der 1771/1772 erschienenen unterscheidet. So vermisst er "Werke Louises, Briefe zwischen Dritten, ein Werkverzeichnis und eine Pränumerantenliste". Die "hagiographischen Elemente" in der Einleitung hingegen findet er überflüssig.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999

Die Lektüre dieser Briefe, die erstmals 1771/1772 erschienen sind, lohnt durchaus, meint Ernst-Peter Wickenberg. Louise Gottsched ist für ihn eine ungewöhnliche Frau mit Talent, zum Briefe schreiben, die in ihrer ungekünstelten und unsentimentalen Ausdrucksweise durchaus Humor beweist. Auch Herausgeberin Inka Kording wird gelobt. Sie helfe mit einem umfangreichen Kommentar, viele Anspielungen (Namen, politische und literarische Zusammenhänge) besser nachvollziehen zu können. Allerdings setzt an diesem Punkt auch Wickenbergs Kritik an: Zwar könne man nicht erwarten, für jedes Zitat der - sich äusserst gebildet zeigenden - Louise Gottsched eine Quelle zu erfahren, doch bei einigen Gedichtzitaten sei doch sehr bedauerlich, dass ihre Herkunft in diesem Band unerwähnt bleibe.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren