Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Klappentext
Mit einem Essay von Detlef Opitz: "Schicksale, Scheusale, Labsale - Bücher". Bearbeitet von Reinhard Tgahrt und Helmuth Mojem, zusammen mit Ulrike Weiß. 156 Abb.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.09.2000
In einer Dreifachbesprechung widmet sich Martin Zingg drei Büchern über Handschriften und gedruckte Werke.
1) Wilhelm Hemecker (Hrsg.): "Handschrift"
Dieser Band des Österreichischen Literaturarchivs der Österreichischen Nationalbibliothek beleuchtet das Thema aus vielfältigen Perspektiven, lobt der Rezensent. Von der forensischen Untersuchung von Handschriften bis zu handschriftlichen Entwürfen literarischer Werke werde in vielen Aufsätzen Einblick gegeben. Besonders beeindruckend fand Zingg die Vergleiche der handschriftlichen Texte von Kafka, Celan und Jandl. Die Manuskripte verraten, was "die gedruckten Texte nicht mitteilen können", so der Rezensent begeistert.
2) Tankred Dorst: "Werkstattbericht"
Äußerst "spannend" findet Zingg diese Texte, die Vorentwürfe, Aufsätze, Skizzen und anderes umfassen. Besonders interessant und aufschlussreich erscheinen ihm die Skizzen am Ende des Buchs. In ihrer "Offenheit" lägen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung, die im letztlich gedruckten Text notwendig auf eine einzige Lösung hin beschränkt würden. So kann man einige Skizzen mit ihrer späteren Ausarbeitung vergleichen, freut sich Zingg.
3) "Vom Schreiben 6. Aus der Hand oder Was mit den Büchern geschieht"
Auch dieses Magazin, in dem es um das weitere Schicksal eines Buches geht, wenn es denn endlich veröffentlicht wird, erfährt Lob und Preis. Es ist "reichhaltig, formidabel bebildert und witzig kommentiert", schwärmt der Rezensent. Der Band mache deutlich, dass das Werk auch mit der Drucklegung nicht abgeschlossen sei, sondern noch einer Vielzahl von Veränderungen durchmachen könne, von der Zensur bis zur neuerlichen Veröffentlichung als "verbesserte Ausgabe".
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.05.2000
Dies ist das sechste von bisher 88 erschienenen Marbacher Magazinen, das sich nicht mit einem Autor, sondern mit dem Schreiben befasst, berichtet Manfred Papst. Er hat auch gleich eine Lücke festgestellt: Was fehlt, ist der Zeitraum zwischen Abgabe des Manuskripts und Erscheinen, das Überarbeiten mit dem Lektor und die geschäftlichen Verhandlungen. Das hier besprochene Magazin handelt schon von der Zeit nach dem Erscheinen. Es geht etwa um Raubdrucke, Zensur, Titelbilder oder Widmungen. Und nicht zuletzt um die Eingriffe, die Autoren oft noch bei späteren Auflagen vornehmen. Papst lobt nachdrücklich die "Fülle kurioser Beispiele", die die Autoren nennen. Aber man sollte nicht zu eilig blättern, sonst übersieht man leicht "im verschossenen und verstaubten Brokat eines Messgewandes den Heiligen Geist".
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08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen


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