Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Harro Stammerjohann (Hrsg.)

Gazzetta di Weimar

Rimstampa anastatica della revista settimanale del 1787 - 1789

Gunter Narr Verlag, Tübingen 1999
ISBN-10 382335261X
ISBN-13 9783823352617
Gebunden, 1046 Seiten, 143,16 EUR

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Klappentext

So italophon war das Weimar Goethes, dass dort von 1787 bis 1789 sogar eine Wochenschrift in italienischer Sprache erscheinen konnte: die Gazzetta di Weimar. Ihr Herausgeber und fleißigster Beiträger war Christian Joseph Jagemann, der als weltgeistlicher Gelehrter in Rom und Florenz gelebt und gewirkt hatte, ehe er Privatbibliothekar der Herzogin Anna Amalia zu Sachsen-Weimar-Eisenach wurde, der Mutter Karl Augusts, welcher Goethe nach Weimar eingeladen hatte. Die Zeitschrift vermischten Inhalts ist nur noch in einem, in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar aufbewahrten, Exemplar erhalten und wird mit diesem faksimilierten Nachdruck, in Buchform, allgemein zugänglich gemacht. Herausgeber Harro Stammerjohann hat die Einleitung geschrieben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.02.2000

Eine historische Quelle von "außerordentlichem Reiz" und einer "der schönsten Beiträge zum Goethejahr", schwärmt Hans-Albrecht Koch. Auch wenn der Dichter in der "Gazzetta", gar nicht erwähnt werde. Die "Gazzetta", eine italienische Wochenzeitschrift, die Christian Jagemann, der Sprachenlehrer der Herzoginmutter Amalia, im 18. Jahrhundert in Weimar herausgab, ist "ein Schatz", so Koch, der auch dem heutigen Leser Interessantes bietet: Viel Literarisches wie zum Beispiel die Memoiren Goldonis oder eine Besprechung zweier italienischer Übersetzungen der "Ilias" von Melchior Cesarotti - eine in Prosa, die andere in Versen - mit der sich die "Gazzetta" in die deutsche Debatte um einen Homer in Prosa einmischte. Aber auch viele alltägliche Informationen: So berichtete die "Gazzetta" über Grundstücksfragen oder die Behandlung trächtiger Kühe. Sehr unzufrieden ist Koch nur mit dem Herausgeber des Faksimilebandes, Harro Stammerjohann: Dessen zweiseitige Einleitung ist unglaublich lieblos, schimpft Koch. Nicht einmal die wichtigsten biografischen Daten über Christian Jagemann würden mitgeteilt, und die dem Vorwort vorangestellte "Prefazione", eine Übersetzung der deutschen Version, stecke voller Grammatikfehler.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren