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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Harro Stammerjohann (Hrsg.)
Gazzetta di Weimar
Rimstampa anastatica della revista settimanale del 1787 - 1789
Klappentext
So italophon war das Weimar Goethes, dass dort von 1787 bis 1789 sogar eine Wochenschrift in italienischer Sprache erscheinen konnte: die Gazzetta di Weimar. Ihr Herausgeber und fleißigster Beiträger war Christian Joseph Jagemann, der als weltgeistlicher Gelehrter in Rom und Florenz gelebt und gewirkt hatte, ehe er Privatbibliothekar der Herzogin Anna Amalia zu Sachsen-Weimar-Eisenach wurde, der Mutter Karl Augusts, welcher Goethe nach Weimar eingeladen hatte. Die Zeitschrift vermischten Inhalts ist nur noch in einem, in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar aufbewahrten, Exemplar erhalten und wird mit diesem faksimilierten Nachdruck, in Buchform, allgemein zugänglich gemacht. Herausgeber Harro Stammerjohann hat die Einleitung geschrieben.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.02.2000
Eine historische Quelle von "außerordentlichem Reiz" und einer "der schönsten Beiträge zum Goethejahr", schwärmt Hans-Albrecht Koch. Auch wenn der Dichter in der "Gazzetta", gar nicht erwähnt werde. Die "Gazzetta", eine italienische Wochenzeitschrift, die Christian Jagemann, der Sprachenlehrer der Herzoginmutter Amalia, im 18. Jahrhundert in Weimar herausgab, ist "ein Schatz", so Koch, der auch dem heutigen Leser Interessantes bietet: Viel Literarisches wie zum Beispiel die Memoiren Goldonis oder eine Besprechung zweier italienischer Übersetzungen der "Ilias" von Melchior Cesarotti - eine in Prosa, die andere in Versen - mit der sich die "Gazzetta" in die deutsche Debatte um einen Homer in Prosa einmischte. Aber auch viele alltägliche Informationen: So berichtete die "Gazzetta" über Grundstücksfragen oder die Behandlung trächtiger Kühe. Sehr unzufrieden ist Koch nur mit dem Herausgeber des Faksimilebandes, Harro Stammerjohann: Dessen zweiseitige Einleitung ist unglaublich lieblos, schimpft Koch. Nicht einmal die wichtigsten biografischen Daten über Christian Jagemann würden mitgeteilt, und die dem Vorwort vorangestellte "Prefazione", eine Übersetzung der deutschen Version, stecke voller Grammatikfehler.
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