Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Feridun Zaimoglu

Leinwand

Roman

Cover: Leinwand

Rotbuch Verlag, Hamburg 2003
ISBN-10 3434530800
ISBN-13 9783434530800
Kartoniert, 159 Seiten, 13,80 EUR

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Klappentext

Seit seinem Studium malt der Autor Feridun Zeimoglu - nun schreibt er zum ersten Mal darüber. Aber natürlich nicht auf normale Weise, sondern in Form einer urkomischen, äußerst provokanten Kriminalkmödie.

Rezension Perlentaucher

Einen klassischen Krimi mit Verbrechen und Aufklärung, vielleicht auch mit Rätselcharakter für den detektivischen Leser, schreibt Zaimoglu nicht. Erster Krimi-Handlungsfaden: Seyfeddin verhaftet den Dealer Remzi, dafür hassen ihn die jungen Türken als Volksverräter. Zweiter: Jugendliche haben einen Obdachlosen verbrannt - dieser Fall wird geklärt, ohne dass Seyfeddin etwas dafür tun muss. Dritter: In einem See bei Lütjenburg wird eine tote Frau gefunden, um die fünfundzwanzig und "im Ostblock aufgewachsen". Sie ist in eine mit wasserunlöslichen Farben künstlerisch bemalte Leinwand eingewickelt. Das wäre das Rätsel, aber bevor die Polizisten einen Schritt vorangekommen sind, hört das Buch auf...
Lesen Sie mehr von Michael Schweizer in 'Mord und Ratschlag'

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.11.2003

Sebastian Domsch lässt keinen Zweifel daran, dass ihn dieser neue Krimi von Feridun Zaimoglu schrecklich enttäuscht hat. Er komme im Gewande eines potentiellen "Tatorts" daher, meint der Rezensent, dem die "beschreibenden Sätze schmucklos wie Regieanweisungen" vorgekommen sind. Daher passe es nicht ganz in das Konzept, dass Zaimoglu dennoch eine Reihe von Szenen in die Handlung eingebaut hat, die "eigentlich zu authentisch und kraftvoll für die öffentlich-rechtliche Fernsehunterhaltung" seien. Noch dazu habe der Autor Disziplin vermissen lassen und "Passagen" eingefügt, die zu weit vom Plot fortführten. Vielleicht, meint Domsch, wäre mit einer "gründlichen Überarbeitung" dieser Text noch zu retten gewesen, doch habe sich Zaimoglu statt dessen lieber eines "erzählerischen Taschenspielertricks" bedient, "den jeder ernsthafte Krimiliebhaber als Frechheit empfinden muss".

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