Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jürgen Osterhammel, Niels P. Petersson

Geschichte der Globalisierung

Dimensionen, Prozesse, Epochen

Cover: Geschichte der Globalisierung

C. H. Beck Verlag, München 2003
ISBN-10 3406480209
ISBN-13 9783406480201
Paperback, 128 Seiten, 7,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Globalisierung beginnt nicht erst in der Gegenwart. Sie hat sich über mehrere Jahrhunderte hinweg entfaltet. Das Buch beschreibt die Vielfalt der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Prozesse, die heute unter dem Begriff der Globalisierung zusammengefasst werden. Es befasst sich mit deren Ursachen und Auswirkungen, Rhythmen und Reichweiten.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Geschichte der Globalisierung - eine Leseprobe bei C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 08.01.2004

Der Begriff der Globalisierung drohe zu "sprachlichem Imponiermaterial" zu werden, zitiert Andreas Eckert die Autoren des "schmalen und sehr dicht geschriebenen" Buches. Jürgen Osterhammel und Niels P. Peterson gelinge auf wenigen Seiten das Kunststück, "einem der wichtigsten Begriffe heutiger Zeitdiagnose Tiefenschärfe" zu verleihen, zitiert Eckert zustimmend den Klappentext. Dabei definierten die Autoren Globalisierung als "den Aufbau, die Verdichtung und die zunehmende Bedeutung weltweiter Vernetzung" und setzten den ersten Schub zur Zeit der großen Entdeckungen im 16. Jahrhundert an, der drei Jahrhunderte später zu wirtschaftlich stabilen und wirkungsmächtigen transkontinentalen Beziehungen geführt habe, zitiert der Rezensent die Autoren. Entgegen der gängigen Deutung des Ersten Weltkriegs als Zäsur im Prozess der Globalisierung, bestimmten die Autoren sie als unaufhaltsam: "Man konnte einander nicht mehr entrinnen", "die Welt war bis ins Alltagsleben spürbar zu einer Schicksalsgemeinschaft geworden". Eckert schließt sich dem Urteil der Autoren an, dass der Globalisierungsschub der 1980er und 1990er auf eine Welt traf, "für die die Globalität bereits seit langem nichts besonderes mehr war", und lobt das "methodisch versierte, klug argumentierende" Buch.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.11.2003

Da der Begriff der Globalisierung seit Anfang der 90er Jahre in aller Munde ist und den einen als "Totschlagsargument", den anderen als "Hassvokabel" schlechthin dient, begrüßt Franziska Augstein diesen Band, der Geschichte und Entwicklung der Globalisierung untersucht. Dabei verorten die Autoren den Beginn der Globalisierung im 15. Jahrhundert mit Beginn des Kolonialismus und der Seefahrt, informiert die Rezensentin. Sie findet, dass das Buch deutlich macht, wie wenig der Terminus zum "Verständnis der historischen Abläufe" beisteuert und ist wie die Autoren selbst davon überzeugt, dass das Modewort Globalisierung in Zukunft an Bedeutung verlieren wird.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus
Anzeige
C.H. Beck bei Facebook

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren