Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Otfried Höffe

Demokratie im Zeitalter der Globalisierung

Cover: Demokratie im Zeitalter der Globalisierung

C. H. Beck Verlag, München 1999
ISBN-10 3406454240
ISBN-13 9783406454240
Gebunden, 476 Seiten, 9,90 EUR

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Klappentext

Die gesellschaftliche Wirklichkeit drängt über die einzelnen Demokratien machtvoll hinaus. Von der Wirtschaft über Wissenschaft und Technik und von Völkerwanderungen über Umweltprobleme bis zu organisierter Kriminalität entsteht ein Handlungsbedarf, der nach einer weltweiten Rechts- und Staatsordnung verlangt. Otfried Höffe entwirft in diesem Buch den Gedanken einer komplementären, nämlich subsidiären und föderalen Weltrepublik, auf dass die Globalisierung nicht mit einer politischen Regression, dem Abbau von Demokratie, bezahlt werde.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Demokratie und Globalisierung - Otfried Höffe bei C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 24.11.1999

Als "Vertragstheoretiker", so Regina Kreide, betrachte der Autor sein Thema, und sie begrüßt es, dass er sich dabei weder auf die Seite der "Globalisierungsskeptiker", noch auf die der "Gloabalisierungseuphoriker" stellt. In seiner ausgewogenen Betrachtung weise Höffe dem Nationalstaat, anders als die neoliberale Schule, weiterhin eine zentrale Funktion zu. Kreide zeichnet nach, mit welchen Entscheidungsmechanismen Höffe Modelle staatlicher Willensbildung auf internationale Dimension heben will. Dabei kritisiert sie zweierlei: Höffe lege seinen Betrachtungen ein vorgefertigtes Menschenbild zugrunde, und er lasse die Frage offen, "wer in einer gestuften Weltrepublik darüber entscheidet, auf welcher Ebene was entschieden wird".

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999

Mit grosser Anerkennung bespricht Georg Kohler in einer sehr detailierten Rezension Höffes Buch. Dabei lobt er vor allem Höffes Präzision in Aufbau und der Struktur des Buches wie auch in der Argumentation, seine dialektischen Fähigkeiten und die Tatsache, dass der Autor auch Einwänden und Gegenargumenten nie ausweicht, sondern - ganz im Gegenteil - sie ausführlich erörtert. Zwar findet Kohler Höffes Thesen von einem "föderalen Weltstaat" recht gewagt, jedoch seien Höffes Argumente dafür nicht zu widerlegen. "Kein zeitgeisteifriger Fast-food-Essay, sondern ein Stück gründlicher Philosophie, lohnt es Seite für Seite die konzentrierte Lektüre", lautet Kohlers Fazit.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren