Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hans-Ulrich Wehler

Konflikte zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Essays

Cover: Konflikte zu Beginn des 21. Jahrhunderts

C. H. Beck Verlag, München 2003
ISBN-10 3406494803
ISBN-13 9783406494802
Paperback, 240 Seiten, 12,90 EUR

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Klappentext

Hans-Ulrich Wehler hat stets zu historischen Kontroversen und wichtigen tagespolitischen Fragen öffentlich Stellung genommen. Der Streit um die Wehrmachtsausstellung, die Vertreibung aus dem Osten, der Bombenkrieg gegen die deutschen Städte, aber auch die jüngeren Entwicklungen in der Bürgertums- und Nationalismusforschung kommen in diesem Band ebenso zur Sprache wie die neuerdings wiederbelebten Präventivkriegsillusionen oder die Frage des Türkeibeitritts in die EU, die Hans-Ulrich Wehler durch seinen polemischen Essay in eine breitere Öffentlichkeit getragen hat.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Hans-Ulrich Wehler bei C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.01.2004

Ulrich Teusch ist voll des Lobes über die Essaysammlung des renommierten Autors, Historikers und "Doyens der modernen Sozialgeschichte". Hier findet er lobenswerte Tugenden, die "im heutigen Wissenschaftsbetrieb Seltenheitswert" haben, denn Hans-Ulrich Wehler "stelle sich der wissenschaftlichen Konkurrenz und Kontroverse stets mit offenem Visier" und schwimme dabei gern gegen den Strom. Von seiner vielerorts kritisierten Haltung zum EU-Beitritt der Türkei über die Wehrmachtausstellung, die Präventivstrategie der US-Amerikaner und den islamischen Fundamentalismus weise die vorliegende Sammlung ein breites Spektrum auf, wobei die historischen Beiträge nach Auskunft des Rezensenten überwiegen. "Durchweg anregend und perspektivenreich" geschrieben ist das ganze auch noch, freut sich Teusch. Angesichts der Vielfalt und eigenwillig innovativen Herangehensweise ist unser Rezensent gern bereit, über kleinere Defizite wie den pauschalen Umgang mit Kritikern der Huntington-These vom "Kampf der Kulturen" hinwegzusehen, denen Wehler unterstelle, das Buch "nicht 'in Ruhe gelesen'" zu haben.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 17.12.2003

Rezensent Rudolf Walther kann gar nicht fassen, woher der Historiker Hans-Ulrich Wehler die Zeit nimmt, neben seiner Gesellschaftsgeschichte und den vielen wissenschaftlichen Aufsätze all die Essays und Rezensionen zu schreiben, von denen 26 in diesem Buch versammelt sind. Diese tagespolitischen Interventionen, lobt Walther, seinen nicht nur ausgesprochen lehrreich, sondern auch unterhaltsam. Worum es in ihnen im Einzelnen geht, sagt Walther nicht, Wehlers Augenmerk scheint jedoch wie in seinem gesamten Werk auf dem politischen Versagen und moralischen Verfall des Bürgertums in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts zu liegen. Was dem Rezensenten an den Texten jedoch besonders behagt, ist Wehlers Vorliebe für sprachliche Eleganz und "bündige Urteile".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren