Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 10.02.2012, 17.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Don Alphonso

Liquide

Der finale Dotcomtod-Roman, worin drei Helden ausziehen, um den Reichen & Mächtigen der New Economy zu nehmen, und um einem noch Reicheren wiederzugeben, abzüglich einer kleinen Provision für Heldentaten

Cover: Liquide

Schwarzkopf und Schwarzkopf Verlag, Berlin 2003
ISBN-10 3896024493
ISBN-13 9783896024497
Gebunden, 416 Seiten, 19,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Sommer 2001. Der Hightech-Standort München, die "Munich Area", ist in der Krise. Börsenlieblinge, gehypte Startups und Risikokapitalgeber verbrennen in einem einzigartigen Downturn. Mitten drin statt nur dabei ist Alex, über das Bavarian Venture Capital Network (BVCN) einer der grossen Investoren der Szene. Sein Geld steckt in idiotischen E-Business-Ideen und wird von arroganten Gründern verjubelt. Aber er vertraut dem BVCN. Lang. Zu lang. Dann passiert es.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.10.2003

Das Motto klingt gut: "Sie sterben nicht, sie lassen sterben". Es gehört den Liquidatoren, ein Team von drei Personen, das im Auftrag eines Investors Jungunternehmer badengehen lässt. Richtig: es handelt sich um einen Business-Roman, eine Farce auf die New Economy, der durchaus klischeegesättigt ist. Oder, wie Tobias Haberl schreibt: "letztlich entlarvt er schadenfroh die Fratze des Kapitalismus". Aber trotz der vielen Klischees widmet er den einzelnen Vertretern der Firmenschickeria eigene Psychogramme, so Haberl. Mit anderen Worten: der Roman ist gar nicht so schlecht wie er tut, und hat es eigentlich nicht nötig, dass der Autor sich hinter einem Pseudonym versteckt. Allerdings, so weiß Haberl, ist der Autor ein führender Informant von dotcomtod.com gewesen - eine Internetadresse für "exitorientierte Unternehmensmeldungen", wie es auf der website heißt. Ein bisschen feige findet es Haberl außerdem, dass der Autor in einer mehrseitigen Zwischenrede Rezensionen seines Romans vorabgefertigt oder vielmehr scheingefertigt hat, um damit jede Kritik zu entwaffnen. Kritiker lassen sich nun mal nicht gerne liquidieren.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Golden german tor lass uns ein als große fisch

10.02.2012: Die SZ ermittelt mit Martin Amis' Roman "Die schwangere Witwe" jenen Nullpunkt, an dem sich Sex und Liebe trennten. Die FAZ geht mit Didier Decoin der Frage nach, warum 38 Menschen der um ihr Leben kämpfenden Kitty Genovese nicht halfen. Die FR feiert den "famose Falschmünzer" Juri Andruchowytsch und seinen Roman "Perversion". Begeistert ist sie auch von Michael Ondaatjes Roman "Katzentisch". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren