Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Joachim Zelter

Betrachtungen eines Krankenhausgängers

Erzählungen

Cover: Betrachtungen eines Krankenhausgängers

Klöpfer und Meyer Verlag, Tübingen 2004
ISBN-10 3937667016
ISBN-13 9783937667010
Gebunden, 192 Seiten, 18,90 EUR

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Klappentext

Sieben Erzählungen, jede mit einer Eigen-Art, einer besonderen Variante menschlicher Entrückung und tragikomischer Vergeblichkeit. Da ist die Angst des Krankenhausgängers vor dem Krankenhaus. Da ist der Vortragsreisende, dessen Profession es doch gar nicht gibt. Und da ist die Cyclomanie eines Schriftstellers namens Klöden, der nicht dem Alkohol, nicht den Frauen, nicht den Tabletten, sondern, ja, ganz und gar dem Rennradfahren, dem Giro d'Italia, der Tour de France verfällt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.07.2004

Tobias Haberl hat diesen Band mit drei längeren Erzählungen und vier Miniaturen nicht nur mit höchstem Vergnügen gelesen, sie haben ihn auch beeindruckt und fasziniert. In der Titelgeschichte schildert ein Patient seinen "hypochondrischen Höllenritt" durch ein Krankenhaus, in dessen Verlauf sich seine Sorgen in maßlose Angst steigern, fasst der Rezensent zusammen. Immer wieder schlägt die Geschichte ins "Ridiküle" um, um sich am Ende dennoch wieder "meisterlich in die Umlaufbahn existentieller Fragen" zu schrauben, bemerkt der begeisterte Haberl. Überhaupt sieht er die "Meisterschaft" von Joachim Zelters Erzählungen darin, dass sie neben der komischen stets auch eine "tiefernste Lesart" ermöglichen. Auch die anderen Texte des Bandes überzeugen den Rezensenten durch ihre genauen Pointen und ihre geschickt aufgebauten "Spannungsbögen" und die Protagonisten findet er allesamt "komplex" und "höchst unlangweilig".

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