Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.09.2003
Oliver Kautnys musikwissenschaftliche Studie über den estnischen Komponisten Arvo Pärt hat dem mit "ab" zeichnenden Rezensent scheinbar gefallen. Interessant findet er jedenfalls, dass sie weniger an der Systematisierung musikalischer Sachverhalte arbeitet, wie etwa Pärts Kompositionsstil, sondern eher auf die Bedingungen des künstlerischen Schaffens eingeht. Da Pärt sowohl im Osten als auch im Westen gelebt hat, beschäftigt sich Kautny demnach mit dem Vergleich zwischen den beiden wirtschaftlich-sozialen Systemen. Doch natürlich erfährt man auch etwas über Pärts Ästhetik, meint der Rezensent beschwichtigend. Alles in allem sei dies "eine für die politische, wirtschaftliche und künstlerische Entwicklung Europas zwischen 1950 und 2000 aufschlussreiche Studie".
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