Lautpoesie: der Laut als Material der Poesie wird zu ihrem Inhalt. Das Buch versammelt die schönsten und interessantesten Lautgedichte von Velimir Chlebnikow, Hugo Ball und Kurt Schwitters bis zu Ernst Jandl, Gerhard Rühm, Carlfriedrich Claus und 100 weiterer Künstlern. Zu fast jedem der Lautgedichte ist ein weiterer Text - Manifeste, Briefe, Reflexionen, Anekdoten - gesellt, der seine Sinn- und Geistesart vermittelt und aspektiert. Kinderverse, Geheimsprachen, Zaubersprüche, Glossolalien und Tiersprachen sind ebenso berücksichtigt wie Beispiele zum Sprachlaut in der Musik und in der bildenden Kunst. Zu hören sind Jaap Blonk, Brenda Hutchinson, Fatima Miranda, Phil Minton, David Moss und 12 weitere Künstler.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.07.2003
Martin Zingg ist überaus entzückt von dem, was Martin Scholz und Urs Engeler da zusammengestellt haben: eine Anthologie der Lautpoesie "quer durch die Zeiten und Sprachen" - prima ausgewählt, überraschend kombiniert und informativ kommentiert. Ob bei Rabelais oder Ringelnatz, bei Swift oder Schwitters - Sprachlaute werden vom Diktat der Bedeutung erlöst und dürfen einfach nur "Zeichenkörper" sein, einfach nur klingen. Klingen? Aber dann ... Richtig, ruft Zingg, dem Buch liegt eine CD bei und rundet die wunderbare Sammlung geradezu sensationell ab: Vertreter der aktuellen Lautpoesie haben gelesen, und die Herausgeber sind mit dem Deutschen Hörbuchpreis für die "Beste Innovation" ausgezeichnet worden. Was sagt man da? Ta-daaa!
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