Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gertrude Stein

Picasso

Sämtliche Texte 1908-1938

Cover: Picasso

Arche Verlag, Hamburg 2003
ISBN-10 3716023140
ISBN-13 9783716023143
Gebunden, 141 Seiten, 22,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Roseli und Saskia Bontjes van Beek. Mit einem Nachwort von Stefana Sabin. Sie war Picassos erste Biografin: Gertrude Stein. Jetzt sind erstmals ihre sämtlichen Texte von 1909-38 über das Maler-Genie auf deutsch erhältlich.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.06.2003

Rezensent Burkhard Müller ist kein Freund von Gertrude Steins literarischer Sprache. Auch bei diesem Buch mit Texten über Steins Freund Pablo Picasso nicht. Formale Vereinfachung könne im Visuellen etwas Befreiendes haben, in der Literatur führe sie, wie das Beispiel Stein dem Rezensenten verdeutlicht hat, "stracks in die Borniertheit". Arm, starr und leer findet er Steins Sprache und vergleicht sie mit schlechten Picasso-Bildern, in denen sich der Maler dümmer stellte als er war. Spätere Texte der Stein findet Müller leichter verständlich und jetzt fällt dem Rezensenten, wie er wissen lässt, auf, dass die Stein doch einiges konventionelle Gedankengut hegt. Besonders fällt ihm auf, wie sehr sie in ihrem "Lob der heroischen Moderne" einer altüberkommenen Genieästhetik nachhängt. Auch andere Deutungen findet der Rezensent nicht sehr originell. Dennoch erhält das Buch von ihm das Prädikat "epochal", weil Gertrude Stein die erste gewesen sei, die in Picasso Picasso erkannt hatte. Und auch als Quelle findet er die Aufsätze bedeutsam.

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