Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Keine große Tageszeitung, die nicht an ihn erinnerte. Wenige Kollegen, Freunde und Schüler, die keinen Ort fanden, seiner zu gedenken. Nicht vielen Wissenschaftlern wurden so viele Nachrufe im In- und Ausland gewidmet wie Ernst Troeltsch. Der Band bietet eine nahezu vollständige Dokumentation dieser Texte. Sichtbar werden die weitgefächerten Beziehungen des Gelehrten, seine Inspirationskraft und seine Bedeutung im kulturgeschichtlichen Diskurs am Beginn des 20. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.06.2003
Alexander Kissler hat "137 Variationen eines ewig jungen Themas" gelesen: "Was bleibt?" In diesem Fall vom Ernst Troeltsch, der Theologe, Philosoph, Soziologe und Historiker war, über sehr viele Dinge nachdachte, sehr viele Bücher schrieb und 1923 starb. Was also bleibt? Die Nachrufe, die dieses Buch versammelt, haben in Kissler kein klares Bild des Menschen und Forschers Troeltsch entstehen lassen; zu undeutlich, zu widersprüchlich, zu ausufernd und dann wieder zu speziell findet er, was die Zeitgenossen, darunter auch enge Vertraute, über diesen Mann schrieben. Sie rühmten ihn, sie würdigten dies und jenes, sie riefen ihm ihre Verachtung nach. Aber was für ein chimärenhaftes Bild! Kissler, berührt und nachdenklich, ist beim Betrachten ein "schrecklicher Gedanke" gekommen: "dass der Mensch ganz aufgeht in dem, was andere von ihm zu berichten wissen".
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Uangenehm plausibel
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Archiv: Vorgeblättert
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