Werden unsere Kinder unter unserer Trennung leiden? Diese Frage stellt sich allen Eltern, die sich scheiden lassen wollen. Remo Largo und Monika Czernin geben eine Antwort, die Eltern in dieser schwierigen Situation Mut macht: Die Kinder müssen nicht zwangsläufig belastet aufwachsen, es ist möglich, daß auch aus Scheidungskindern glückliche Kinder werden. Anhand von Beispielen gehen die Autoren auf die wichtigsten Fragen ein. Wie sagen wir es unseren Kindern? Was ändert sich für Kinder und Eltern nach der Trennung? Getrennt leben - gemeinsam erziehen, geht das? Wie verhalten sich Kinder zu neuen Lebenspartnern? Die Autoren konzentrieren sich auf die tatsächlichen Bedürfnisse von Kindern und zeigen, wie man sie erfüllt - egal, in welchem Familienmodell. Ob Eltern und Kinder glücklich sind, bestimmen nicht Trennung und Scheidung, sondern Beziehungen und Lebensumstände.
Barbara Sichtermann bezeichnet das Versprechen, das der "allzu euphemistische" Titel gibt als uneinlösbar. Auch die beiden Autoren Remo Largo und Monika Czernin können keinen Weg weisen, auf dem die Kinder "glücklich" werden so die Rezensentin. Vorgeschlagen werde denn auch eher eine Schadensbegrenzung, welche Ängste abbaut und Schuldzuweisungen vermeidet. Dass sich an der Beziehung der einzelnen Elternteile zu ihren Kindern nichts ändern muss, wird von den Autoren durch viele Beispiele belegt. Wesentlich sei zu erkennen, fasst Sichtermann die Gedanken der Autoren zusammen, dass viele Probleme, die bei einer Scheidung entstehen, die Probleme Erwachsener sind, die an den Kindern vorbeirauschen. Durch die vielen Tipps und Fallinterpretationen könne das Buch eine tatsächlich nützliche Lebenshilfe sein, findet die Rezensentin. Das Verdienst des Buches ist in ihren Augen daher, "dass es die sehr unterschiedlich gewirkten Stränge im Beziehungsknäuel Scheidung säuberlich entwirrt".
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