Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Sven Amtsberg

Das Mädchenbuch

Erzählungen

Cover: Das Mädchenbuch

Rowohlt Verlag, Reinbek 2003
ISBN-10 3499233215
ISBN-13 9783499233210
Paperback, 288 Seiten, 12,00 EUR

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Klappentext

Amtsberg zielt mit seinem Erzählen auf fremdes, schillerndes Terrain: die Frauen. Die sind rätselhaft, unberechenbar, leidenschaftlich, normal, hässlich, fröhlich - aber immer fremd. Der Erzähler lässt sich mit den Mädchen ein, sucht und sammelt wie ein Schmetterlingsjäger alle Exemplare und betrachtet sie im Licht des Alltags. Ein Alltag im Hamburg der neunziger Jahre, der bei aller abgeklärten Kühle von einer neoromantischen Sehnsucht durchzogen ist.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 29.04.2003

Was bitte ist das "Hamburger Dogma"? Dessen Verfassern und ihren Formalisierungsgeboten steht der Autor nahe, behauptet Nikolaus Stemmer. Namen erfahren wir nicht, wohl aber, dass es sich bei Sven Amtsbergs Buch im Ergebnis um eine Kurzprosa handelt, die beim Rezensenten den Eindruck gewollter Beiläufigkeit erweckt; wobei er kritisch hinterherschickt, sie wirke doch eher aufgesetzt als beiläufig. Stemmer hat das "Mädchenbuch" nicht gefallen. Vielleicht, weil Amtsbergs Mädchen fast alle Monster sind, wie der Rezensent behauptet. Die Jungen kommen allerdings nicht besser weg, versichert er. Ernst nehmen mag Stemmer das Buch nicht, das mit Frauen- oder Beziehungsfragen nichts zu tun habe. Alles soll möglichst grotesk und krude wirken, erklärt der genervte Stemmer und bemängelt, dass der Autor sein Material nicht wirklich erzählerisch strukturiert, sondern bloß "Stimmungen gestaltet", das Material montiert hat. Mädchen als reine Erzählgegenstände sind jedenfalls nicht nach seinem Geschmack. Die tun dann ständig "Dinge mit Wasser in der Küche", mokiert sich Stemmer über das fortlaufende Dingeling im Text.

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