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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Italo Svevo

Zenos Gewissen

Hörbuch

Cover: Zenos Gewissen

DHV - Der Hörverlag, München 2003
ISBN-10 3899401271
ISBN-13 9783899401271
CD, 21,90 EUR

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Klappentext

3 CDs, Laufzeit cira 155 Minuten Zenos Gewissen. Aus dem Italienischen von Barbara Kleiner. Bearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer. Sprecher: Gerd Baltus, Hermann Lause, Manfred Steffen und andere. Zeno Cosini ist von schlechtem Gewissen geplagt. Unaufhörlich. Das Rauchen hätte er eigentlich schon längst aufgeben sollen. Seine Frau hätte er nicht nur deshalb heiraten sollen, weil zwei andere ihn abgewiesen haben. Die junge Sängerin hätte er nicht verführen sollen. Verstrickt in die mannigfachen Möglichkeiten der Selbst- und Fremdtäuschung, erzählt er auf Anraten seines Psychoanalytikers die Geschichte seiner Missgeschicke.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.06.2003

Martin Z. Schröder ist beeindruckt von dieser von Gerd Baltus eingesprochenen Hörspieladaption von Italo Svevos "Zeno Cosini", auch wenn man sie seiner Meinung nach nur dann wirklich genießen kann, wenn man das Buch nicht kennt, denn der Inhalt ist gewaltig gekürzt - aus 580 Seiten wurde 150 Minuten . Aber "fließend erzählt" ist das Ganze und deshalb auch stimmig. Auch von der Inszenierung ist der Rezensent angetan, es gibt "glitzernde Einfälle", die sorgfältig und "sparsam eingearbeitet" sind. Ab und zu gibt es einige Nachlässigkeiten, die den guten Eindruck zwar ein bisschen trüben. Insgesamt ist das aber nicht allzu zu dramatisch: "am Ende überwiegt die Wohligkeit, denn Baltus nimmt den feinen, nur oberflächlichen lässigen Ton des Buches gekonnt auf". Der Eindruck, der bleibt, ist, dass die ironische und andeutungsreiche Atmosphäre des Buchs gut erhalten blieb.

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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 18.03.2003

In Italo Svevos "Zeno Cosini" findet Eva Behrendt den "Erfinder und leidenschaftlichen Verfechter der 'letzten Zigarette'". Die in seinen Tagebuchaufzeichnungen als "L.Z." abgekürzte letzte Zigarette ist "Lebensmotto" dieses "paradigmatischen Antihelden der Moderne". Zeno ist "beinah zeitgenössisch", ein "Langweiler und bürgerlicher Hypochonder", der um seine "Liebe zu seinen Illusionen" ebenso wie um seine Schwächen weiß. So verwundert Behrendt das momentane "Zeno-Revival" nicht, in dessen Zuge nun auch der Hörverlag "Zenos Gewissen" in einer "intelligent komprimierten Bearbeitung von Norbert Schaeffer" produziert. Behrendt schwärmt für die distinguierte und "mit wunderbar ironisch-schwärmerischen Schnörkeln" ausgestattete Stimme des Ich-Erzählers, gelesen von Gerd Baltus, lobt die Besetzung der Nebenrollen mit Schauspielern wie Fritzi Haberlandt, Elisabeth Schwarz und Peter Kurth und kritisiert nur "ein bisschen" die nervende Musik, die wohl ein "marode-dekadentes Triest der Jahrhundertwende" verkörpern soll. Am Ende ist Behrendt zur "Nichtraucherin" geworden, während Zeno mit "besten Vorsätzen weiterraucht."

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