Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jan Assmann (Hrsg.), Martin Bommas (Hrsg.)

Ägyptische Mysterien

Cover: Ägyptische Mysterien

Wilhelm Fink Verlag, München 2002
ISBN-10 3770536509
ISBN-13 9783770536504
Kartoniert, 151 Seiten, 22,90 EUR

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Klappentext

Seit dem Altertum, als die Griechen der ägyptischen Kultur begegneten und fasziniert darüber schrieben, beschäftigt die Idee der "ägyptischen Mysterien", wie sie etwa die Zauberflöte auf die Bühne bringt, die Phantasie des Abendlands. Man vermutete in diesen Riten Geheimlehren, die auf urälteste Weisheiten und Offenbarungen zurückgehen. Erst neuerdings hat sich nun auch die ägyptologische Forschung ernsthaft mit der Frage auseinander- gesetzt, ob die Ägyptischen Mysterien auf eine tatsächliche altägyptischen Tradition gründen, ober ob sie vielmehr das Produkt einer hellenistischen Projektion darstellen, die Einzelaspekte der ägyptischen Religion mit griechischen Mysterienvorstellungen verband, die erst mit der Eroberung Ägyptens durch Alexander den Großen ihren Siegeszug in der hellenistischen Welt antraten. Dieser Band unternimmt es, die Ursprünge dieser Reflexion aufzudecken.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.03.2003

Von Mozart bis zu den Freunden der modernen Esoterik sind "altägyptische Mysterien" Quell und Anlass für wildeste "Spekulationen" und Fantasien. Zwar nicht für die Wildheit, aber seine Radikalität lobt Stefan Rebenich den nun erschienen Band mit gesammelten "altertumswissenschaftlichen Analysen". Die zentrale Frage, ob es im "alten Ägypten überhaupt Mysterien" gab, befindet Rebenich quellenkritisch aus "philologischer, historischer und religionsgeschichtlicher Perspektive" untersucht. Die "Interdisziplinarität" der Beiträge begrüßt Rebenich, da sie in einer besonders innovativen Fragestellung münden. Zum Beispiel die These, "ägyptische Mysterien" seien "eine Erfindung der Griechen", besticht Rebenich in ihrer Radikalität. Zu Wünschen übrig lassen laut Rebenich hingegen die oft unzureichende und "fragliche" Quellenlage und der dadurch meist "hypothetische" Charakter der Beiträge.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren