Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

John Anthony West

Die Schlange am Firmament

Die Weisheit des alten Ägypten

Zweitausendeins Verlag, Frankfurt am Main 2000
ISBN-10 3861503476
ISBN-13 9783861503477
Gebunden, 333 Seiten, 19,94 EUR

Klappentext

Mit 146 Abbildungen. Wenn der Sphinx älter ist als die älteste ägyptische Dynastie, wer hat ihn dann erbaut? Wenn die alten Ägypter auf die Hieroglyphen bereits als vollständiges Schriftzeichensystem zurückgreifen konnten, von wem hatten sie sie? John Anthony Wests Neuinterpretation der altägyptischen Kultur stellt in Frage, was bisher herrschende Lehrmeinung war. In seiner Untersuchung weist West nach: Die Hieroglyphen und großen Bauten enthalten verschlüsselte Botschaften, die die heilige Wissenschaft der Pharaonen vermitteln...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.06.2001

Der Rezensent mit dem Kürzel "jowi" ist zwar der Ansicht, dass Esoteriker mit diesem Band gut bedient sind, doch für Ägyptologen sei dieses Buch ein "Opus für den Giftschrank". Wie der Leser erfährt, befasst sich West hier vor allem mit dem Luxor-Tempel und dessen von René Aor Schwaller de Lubicz (1891-1962) interpretierten Proportionen. Diese Untersuchungen von Schwaller de Lubicz findet "jowi" ohnehin schon recht fragwürdig, doch in Kombination mit Wests eigenen Beobachtungen ist für den Rezensenten anscheinend die Grenze des Erträglichen erreicht. So kann sich "jowi" offenbar in keinster Weise mit Wests - durch geologische Untersuchungen begründete - Alterseinschätzung der Sphinx von Gizeh anfreunden. Als weitere Schwäche des Buchs, das im Original bereits 1993 erschienen ist, macht der Rezensent die Tatsache aus, dass Wests Theorien über Hieroglyphen inzwischen durch neuere Ausgrabungen längst überholt sind.

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