Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 19.57 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Odo Marquard

Zukunft braucht Herkunft

Philosophische Essays

Reclam Verlag, Ditzingen 2003
ISBN-10 3150500400
ISBN-13 9783150500408
Gebunden, 292 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Eine Auswahl von Marquards wichtigsten und meist gelesenen Essays in einem Jubiläumsband anlässlich des 75. Geburtstags des Philosophen. Seine Studien zeichnen sich durch stilistische Brillanz aus. Auch komplizierte Sachverhalte werden durch seine geschliffenen, originellen Formulierungen zur ansprechenden Lektüre.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.02.2003

Odo Marquards philosophische Essays "Zukunft braucht Herkunft" haben Rezensent Jürgen Busche sichtlich Freude bereitet. Im Mittelpunkt von Marquards "ausgefeilt vorgetragenen" Überlegungen steht für Busche das Wort "Üblichkeiten". Der Mensch, referiert Busche einen zentralen Gedanken Marquards, solle nicht allezeit auf Neuerungen sinnen, er solle sich gerade bei lebenspraktischen Fragen an dem orientieren, was aus guten Gründen üblich sei. Hans Blumenbergs Devise, "Philosophie ist das, was sich von selbst versteht", kann nach Ansicht Busches als eine Blickrichtung der Arbeit Marquards genommen werden. Anders als Blumenberg wisse der Skeptiker Marquard allerdings, "dass sich - so sind die Menschen nun einmal - nichts von selbst versteht". So sind die Vorträgen und Essays des kleinen Bandes nach Einschätzung Busches auch "Gesprächskonzepte", deren Gliederung Marquard seinen Ausführungen vorausschicke, damit jeder von Anfang an wisse, wovon die Rede sei. Busche hebt hervor, dass sich Marquard in seinen Schriften und Auftritten - ganz unüblich - jeglicher Polemik enthält, weil er vom Streit nichts Weiterführendes erwartet. "Er vertraut auf die Kraft unstörbaren Philosophierens", freut sich Busche, "und auf den Charme, den Philosophie entfalten kann, insofern sie auch Literatur ist, Einladung zum Mitdenken."

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren