Band 3 einer "gesamtdeutschen" Geschichte von 1945 bis zur Gegenwart, in der Teilung und Einheit Deutschlands im Mittelpunkt stehen - auf der Basis neuester Quellen aus westlichen und östlichen Archiven. Die Überblicksdarstellung wird ergänzt durch 47 Dokumente, 33 Abbildungen und Faksimiles, Literaturverzeichnis, Zeittafel sowie Personen-, Sach- und Ortsregister.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.06.2003
Rolf Steiningers "Deutsche Geschichte" in vier Bänden ist nach Ansicht von Rezensent Louis Gerber eine "Fundgrube für zeitgeschichtlich Interessierte". Im Zentrum von Steiningers Arbeit sieht Gerber die deutsche Frage von Teilung und Einheit. Das verdeutlicht er am Beispiel von Steiningers Einschätzung der Stalin-Note. Er stimmt insbesondere Steiningers Auffassung zu, dass nicht einmal der Versuch gemacht worden sei, auszuloten, wie weit Stalin wirklich bereit gewesen wäre zu gehen. Dennoch sei in Steiningers Werk kein Gegenentwurf zu den Darstellungen von der CDU nahestehenden Historikern zu sehen. Helmut Kohl gegenüber äußere Steininger sich mit großen Respekt. Auch wer mit den Analysen des Autors nicht immer übereinstimme, urteilt Gerbe, "kann trotzdem mit Gewinn zu den Bänden greifen".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.02.2003
Nach Einschätzung von Rezensent Hermann Graml droht heute die Gefahr, dass die bestimmenden Generationen ihre ureigene Geschichte verlieren und die heranwachsenden Generationen ihre historischen Wurzeln nicht mehr kennen. Um so mehr begrüßt er das Erscheinen der von Rolf Steiningers edierten und kommentierten Bände 3 und 4 der "Deutschen Geschichte", einer Sammlung wichtiger Dokumente zur deutschen Geschichte zwischen 1955 und heute. Die Bände sind zu Gramls Freude "klar gegliedert, übersichtlich und folglich leicht zu handhaben". Er hebt hervor, dass Steininger für jede Phase der Entwicklung das Geschehen in der Bundesrepublik und der DDR parallel behandle. "Der Erkenntnisgewinn", lobt Graml, "ist unverkennbar." Graml würdigt Steininger, für ihn einer der "besten Kennern der neuesten deutschen Zeitgeschichte", als "Garant für die wissenschaftliche Solidität der Auswahl der Dokumente". Um eine "Deutsche Geschichte" im Vollsinn des Begriffs handle es sich bei Steiningers Dokumentensammlung indes nicht. Aber: "Wer sich bequem und rasch einen guten Überblick über die Stationen der internationalen Positionierung der beiden deutschen Staaten und nicht zuletzt über die deutsch-deutschen Beziehungen verschaffen will", resümiert der Rezensent, "findet trefflich ausgewählte Dokumente und hilfreiche Erläuterungen."
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