Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Marlene Streeruwitz

Tagebuch der Gegenwart

Cover: Tagebuch der Gegenwart

Böhlau Verlag, Weimar 2002
ISBN-10 3205994639
ISBN-13 9783205994633
Gebunden, 184 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Mit Beiträgen in englischer Sprache. Die Schriftstellerin, Dramatikerin und Regisseurin Marlene Streeruwitz kommentiert, von den Standorten Wien, Berlin, Karlsruhe, Basel, Chicago, Feistrizwald und New York aus, in einem Tagebuch der Gegenwart das politische und gesellschaftliche Zeitgeschehen des 21. Jahrhunderts. Marlene Streeruwitz analysiert in diesen Zeitessays die in TV und Medien zu Nachrichten verdünnten Ereignisse und Themen unserer Tage: Der Schlingensief-Container; die Konsensgesellschaft von Provakateur und Provozierten in der Kunst; das Schaukampf-TV von Literarischem Quartett bis Herzblatt; das neue Heimatgefühl; Frauen und Privatheit in der Politik; Literatur im Internet; Leihmutterschaft, Sterbehilfe als Regie zum Tode.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.01.2003

Mit spitzer Feder bespricht Rezensentin Hannelore Schlaffer das nun erschienene "Tagebuch der Gegenwart" von Marlene Streeruwitz. Wieder einmal zelebriere Streeruwitz scharfe Beobachtung und tiefes Nachdenken als ihren intellektuellen Gestus, diesmal auf den ausgetretenen Pfaden des politischen Räsonnements. Dabei unterstellt die Rezensentin, Streeruwitz setze voraus, dass Wut und Verzweiflung bei ihr heftiger seien als bei anderen. "Warum sonst", fragt Schlaffer diesbezüglich rhetorisch, "hätte sie das, was man schon viele Male besprochen und kritisiert gehört hat, noch einmal in ihren Notaten festgehalten und sogar publiziert?" Das Buch wimmelt denn auch laut Schlaffer von populären Themen, die zur Abfassungszeit 2000 und 2001 in den Medien kursierten: Haider, Ausländerhass, "Leihmütter", die konservative Ausrichtung der Pädagogik, der verlogene Heimatkult. Für Schlaffer kurz "das Leben 'im Falschen', in dem es nur ein Richtiges gibt, Marlene Streeruwitz".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren