Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Peter Pohl

Unter der blauen Sonne

(Ab 11 Jahre)

Cover: Unter der blauen Sonne

Arena Verlag, Würzburg 2002
ISBN-10 3401054279
ISBN-13 9783401054278
Gebunden, 192 Seiten, 13,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Schwedischen von Brigitta Kicherer. "Ich habe sie gewarnt, ja, das habe ich getan, aber was bringt das schon? Woher nimmt ein Junge, der das dritte Niveau noch nicht hinter sich gelassen hat, das Recht, einem Erwachsenen etwas vorschreiben zu wollen?" Mit diesen Worten beginnt Tim seinen Bericht aus einer Welt nach einer Umweltkatastrophe. Fassungslos muss er feststellen, dass alle Erwachsenen und die meisten Jungen ihr abgeschirmtes Heim verlassen haben, obwohl im Draußen Limit erreicht ist. Limit, der Gift-Grenzwert, bei dem niemand mehr ins Freie darf! Nun ist es an Tim, die kostbaren Mädchen-Kinder zu versorgen, die im Heim behütet werden, weil es nur noch so wenige von ihnen gibt. Noch zeigt ihm die Kontrolle, die höchste Macht seiner Welt, wann es Zeit zur Nahrungsaufnahme und für die Schlafintervalle ist. Aber Tim beginnt zu zweifeln: Haben ihm seine Lehrer wirklich die Wahrheit über die Welt beigebracht?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.11.2002

Peter Pohls düstere Zukunftsgeschichte um den Jungen Tim, der abgeschieden von einer biologisch vergifteten Umwelt in einem Heim lebt, in dem alle Kinder nach und nach an einer seltsamen Krankheit sterben, verursacht "nachdenkliches Zittern auf höchstem Niveau", lobt Jürgen Stahlberg. Symptom der Krankheit sei der Zerfall der Sprache. Auch in Tims Sprechen schleichen sich nach und nach syntaktische Fehler ein, die man zunächst für Druckfehler hält, so der Rezensent. Auch wenn vieles "im Nebel" bleibe, sei Pohl mit diesem Buch eine "raffiniert komponierte Geschichte" gelungen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren