Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Der gewesene Matrose und Lastwagenfahrer Tschonnie Tschenett trifft seinen alten Freund Toto, Polizist mit Sonderstatus, in Napoli, wo ein gespenstisch sinnloser Kongreß der europäischen Polizeien stattfindet. Mit von der Partie ist auch Ciro, genannt 'o professore; in Totos Polizeischuljahren Aushilfslehrer, seither Inspektor in Napoli, in der Vergangenheit mit einigen der großen italienischen Verschwörungen und Verbrechen befaßt. In 'o professores Büro findet sich ein geköpfter Hahn: Warnung wovor? Welcher Fall aus seiner Vergangenheit holt ihn ein?
Rezension Perlentaucher
ie sind alle miteinander, allen voran der Ich-Erzähler Tschenett, in eigentümlicher Mischung resigniert und rebellisch zugleich. Nie bereit, sich zu ducken, aber auch nie gewillt, sehr viel mehr als Maulhelden zu werden. Im Roman bildet sich das ab, auf originelle Weise. Das Glossar, das schon bisherigen Tschenett-Büchern anhing, ist diesmal beinahe inkorporiert ins Erzählen, indem nämlich, in der Schein-Gestalt der Begriffserklärung, Tschenett oder ein anderer Erzähler, einfach weiterredet, mal erläuternd, mal abschweifend, oft und oft eine Suada gegen die verrotteten Zustände schleudernd. ..
Lesen Sie mehr von Ekkehard Knörer in 'Mord und Ratschlag'
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 30.11.2002
Ein bisschen vorhersehbar findet Rezensent Gerrit Bartels die Weisheiten, die Kurt Lanthaler in seine neuen Geschichte um den italienischen Privatdetektiv Tschonnie-Tschenett streut, was zur Folge hat, dass der Roman "manchmal eine Idee zu eifrig und zu korrekt um die Ecke" kommt. Aber diese bemühte politische Korrektheit tut dem Unterhaltungswert des Buches keinen wirklichen Abbruch. Es schadet der Erzählung laut Bartels auch nicht, dass sie auf einen "zielgenauen Plot" verzichtet - etwas anderes erwartet unser Rezensent ohnehin nicht von Kurt Lanthalers Geschichten. Interessant sei diese Geschichte vor allem, weil sie ein "Sittengemälde Italiens im Allgemeinen und Neapels im Besonderen" entwirft. Die Stärke des Autor liegt nach Bartels Meinung ganz deutlich in "wissenswerten, gesellschaftskritischen oder statistischen Abschweifungen" und im Atmosphärischen.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Peter Nadas: Parallelgeschichten
Aus dem Ungarischen von Christina Viragh. 1989, im Jahr des Mauerfalls, findet der Student Döhring beim Jogging ...
Klaus-Michael Bogdal: Europa erfindet die Zigeuner
Geborene Diebe und Lügner, Gefährten des Satans, Waldmenschen, unzähmbare Wilde, eine Bande von ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








