Mit 21 Abbildungen. Der sechste Band der "Neuen Pestalozzi-Studien" enthält die Tagungsakten eines Kolloquiums zu Pestalozzis philosophisch-anthropologischen Hauptwerk, die "Nachforschungen" (1797). Der Komplexität des Themas entsprechend sind die Studien interdisziplinär angelegt. Der Band zeigt, dass der kontextuelle Ansatz gegenüber der traditionellen Forschung neue und fruchtbare Resultate hervorbringen kann, welche die zukünftige Forschung stimulieren werden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.11.2002
Der Band verdankt seine Entstehung einer Tagung, bei der es - wie der Titel schon andeutet - nicht in erster Linie um Pestalozzi selbst und seine Pädagogik ging, sondern um deren historisches Umfeld. Der Begriff der "Methode" ist darin von zentraler Bedeutung. Gerade weil seine Grenzen unscharf waren, funktionierte er im 18. und 19. Jahrhundert als "Zauberwort". Es ließen sich in ihn nicht nur Prozeduren der "Wissensproduktion" einschließen, sondern auch die Ordnung und die Vermittlung des Wissens. Die Aufsätze des Bandes befassen sich daher mit dem Aufkommen des Methoden-Begriffs, mit seinen historischen Auftritten in den verschiedenen Diskursen, von der Pädagogik bis zur Philosophie. Der Rezensent mit dem Kürzel "mim." beschränkt sich in seiner kurzen Besprechung aufs Referat der Thesen, einzelne Autoren werden nicht genannt.
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